AK: Kartellgericht muss Skiliftkartell Amadé prüfen

Zusammenschluss von Skiregionen bringt für Konsumenten Nachteile - AK will mehr Wahlmöglichkeit für Skifahrer

Wien (AK) - Die AK hat nun einen Prüfantrag wegen des Skiverbundes Amadé beim Kartellgericht eingebracht: Die Preise werden für die gesamte Region, auch für Tagestouristen einheitlich festgesetzt, spezielle Ermäßigungen gibt es nicht mehr. Bei Amadé handelt es sich um ein anmeldepflichtiges Kartell, so die AK. Der Zusammenschluss einzelner Skiregionen zu großen Skiverbünden hat für Konsumenten immer mehr Nachteile. Skifahrer müssen selbst wählen können, ob sie in einer Skiregion bleiben oder einen überregionalen Skipass wollen.

Nach eingehender wettbewerbsrechtlicher Prüfung des Skiverbundes Amadé ist die AK überzeugt, dass der Zusammenschluss der Skiregionen ein Kartell darstellt und der Genehmigung bedarf. So gibt es beim größten österreichischen Skiverbund Amadé nur noch einheitliche Tagesliftkarten zum Preis von 32,50 Euro für die gesamte Skiregion. Und das, obwohl kein Skifahrer die angebotenen 865 Pistenkilometer und fünf Skigebiete zwischen Gastein und dem 90 Kilometer entfernten Schladming an einem Tag bewältigen kann.

Gibt das Kartellgericht der AK Recht, dann muss in einem weiteren Verfahren die Genehmigung des Kartells vorgenommen werden. Dabei ist jedenfalls die volkwirtschaftliche Rechtfertigung des Kartells zu prüfen.

Der Zusammenschluss unabhängiger Skiregionen zu immer größer werdenden Skiverbünden hat für die Skifahrer den erheblichen Nachteil, dass der Wettbewerb unter den Skiliftbetreibern verschwindet. Die AK verlangt, dass die Skifahrer weiterhin die Wahlmöglichkeit haben, ob sie in einer Skiregion bleiben oder einen überregionalen Skipass kaufen wollen. Insbesondere für Tagesskifahrer muss es für die einzelnen Skiregionen differenzierte Preise geben. Wenn das gewährleistet ist, sind auch Kooperationen wie der Skiverbund Amadé volkswirtschaftlich gerechtfertigt, sagt die AK.

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