"Kops II bringt klare Vorteile für unser Land"

Größter Kraftwerksbau in Vorarlberg - Vertragsunterzeichnung im Landhaus

Bregenz (VLK) - Die Illwerke planen mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und dem Land Vorarlberg den Bau eines Kopswerkes II. Heute, Donnerstag, wurden die entsprechenden Verträge im Landhaus in Bregenz unterzeichnet. Im Pressegespräch gaben Landeshauptmann Herbert Sausgruber, EnBW-Vorstandsvorsitzender Gerhard Goll, sowie Vorstand und Aufsichtsrat der Illwerke die Details dazu bekannt: Die Nennleistung des neuen Kraftwerks im Pump-und Turbinenbetrieb beträgt 450 Megawatt (MW). Durch dieses Pumpspeicherkraftwerk wird die Kapazität der Illwerke im Pumpbetrieb um 85 Prozent und im Turbinenbetrieb um 36 Prozent erhöht. Die Investitionssumme liegt bei rund 300 Millionen Euro.
Damit zeigt sich, dass eine der wesentlichen Überlegungen des Landes Vorarlberg bei der Zusammenführung von Illwerke und VKW im Jahr 2000 richtig war, betonte Landeshauptmann Sausgruber, "Das Land Vorarlberg wollte sich nämlich die Wasserkraft als größten erneuerbaren Energieträger langfristig sichern".

"Schlüssige Sache"

Kops II bringt klare Vorteile für unser Land, führte der Landeshauptmann an und nannte die wichtigsten Argumente, die für den Bau von Kops II sprechen:
- Mit einer Investitionssumme von rund 300 Millionen Euro ist das Kopswerk II das mit Abstand größte Bauvorhaben in Vorarlberg. "Es ergeben sich dadurch positive Effekte für die Vorarlberger und österreichische Wirtschaft" (Sausgruber).
- Das Projekt sichert langfristig 70 Arbeitsplätze
- Minimale Eingriffe in die Natur: Der Bau erfordert nur minimale Eingriffe in die Natur. Die wesentlichen Anlageteile, nämlich die Oberwasser- und Unterwasserführung (Kopssee und Rifabecken) sowie die Hochspannungsleitungen für den Energieabtransport, bestehen bereits. - Vorarlberg baut Position bei "Spitzen- und Regelenergie" aus: Der Bau des Kopswerkes II festigt die Partnerschaft der EnBW mit Vorarlberg, die Ende 1999 beim Ausstieg der Verbundgesellschaft erneuert worden war. Vorstandsvorsitzender Goll: "EnBW und Illwerke verfolgen damit gemeinsam eine Wachstumsstrategie in einem interessanten Marktsegment".

Das Projekt

"Das Kopswerk II ist der größte Kraftwerksbau in Vorarlberg", betonte Aufsichtsratsvorsitzender Martin Purtscher. Es wird mit drei hochflexiblen und rasch regelbaren Maschinensätzen mit je 150 MW ausgestattet, die sowohl Turbinen- als auch Pumpbetrieb ermöglichen. Illwerke-Vorstand Ludwig Summer: "Durch das Kopswerk II wird die maximale Leistungsaufnahme der Illwerke im Pumpbetrieb um 85 Prozent und im Turbinenbetrieb um 36 Prozent erhöht. Es wird das leistungsstärkste Kraftwerk der Illwerke sein".

Die Kosten für das Kopswerk II werden sich voraussichtlich auf rund 300 Millionen Euro belaufen. Die Illwerke rechnen für die Behördenverfahren mit einem Zeitaufwand von rund eineinhalb Jahren. Baubeginn soll im Herbst 2004 sein. Illwerke-Chef Summer: "Im Anschluss daran wird mit einer Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren gerechnet, sodass das Kopswerk II im 1. Halbjahr 2008 in Betrieb gehen könnte".

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