Rotes Kreuz: Erste Flüchtlinge in Jordanischen Camps – Spendenaufruf

Wien, Amman, Bagdad (Rotes Kreuz) – Wenige Stunden nach den ersten Bombeneinschlägen in Bagdad werden bereits Flüchtlinge aus dem Irak in einem Rotkreuz-Camp in Jordanien versorgt. Insgesamt kann das Flüchtlingslager in Ruweshid, 50 Kilometer von der irakischen Grenze entfernt, bis zu 25.000 Personen unterbringen.

Aus Bagdad melden die dort verbliebenen Rotkreuz-Mitarbeiter, dass ein Todesopfer und insgesamt 14 Verletzte bestätigt werden können. Bei den Opfern handelt es sich um Zivilisten. Generell stellt sich die Situation dennoch ruhig dar, Strom- und Wasserversorgung in Bagdad sind noch funktionstüchtig. Aus Basrah wurde gemeldet, dass in den Morgenstunden die Explosion von fünf Geschossen gehört wurde.

Zutiefst besorgt über die humanitären Folgen der derzeitigen feindlichen Auseinandersetzungen, namentlich über die Auswirkungen der militärischen Operationen auf die Zivilbevölkerung, ruft das Rote Kreuz die Kriegsparteien auf, sich streng an die Regeln und Grundsätze des humanitären Völkerrechts zu halten.

Das Rote Kreuz erinnert alle Vertragsstaaten der Genfer Konventionen an ihre Verpflichtung, die Auswirkungen des Krieges auf Menschen, die nicht oder nicht mehr an den Feindseligkeiten teilnehmen, auf ein Minimum zu beschränken. Und ihr Leben und ihre physische Integrität zu schützen. Das humanitäre Völkerrecht muss von den Kriegsparteien eingehalten und durchgesetzt werden.

Zu den grundlegenden Prinzipien des humanitären Völkerrechts gehört die Forderung, dass Personen, die nicht an den Feindseligkeiten teilnehmen, unter allen Umständen mit Menschlichkeit behandelt werden. Gegen Zivilisten gerichtete Angriffe sowie Angriffe, bei denen nicht zwischen militärischen Zielen und Zivilisten oder ihrem Eigentum unterschieden wird, sind verboten. Im Verlauf militärischer Operationen sind alle Parteien gehalten, jede nur mögliche Vorsicht walten zu lassen, um Opfer unter der Zivilbevölkerung und Beschädigungen zivilen Eigentums zu vermeiden und auf jeden Fall auf ein Minimum zu beschränken.
----------------------------------

Fotos verfügbar

Das Rote Kreuz ruft zu Spenden für die vom Krieg betroffenen Menschen auf. Spenden kann man auf der einen Seite im Internet:
https://spende.roteskreuz.at, oder auf das Konto 2.345.000 bei der PSK – Kennwort "Irak-Krise".

Zusätzliche Informationen rund um die Uhr auf http://www.roteskreuz.at

Rückfragen & Kontakt:

ÖRK Pressestelle
Gabriela Hartig, 01 58900 155 Hartig@redcross.or.at
Gerald Czech, 01 58900 154 czech@redcross.or.at
www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0001