Ackerl: Minister Grasser soll endlich seinen Präsenzdienst ableisten!

BM Karl-Heinz Grasser hat ebenso wie drei seiner Regierungskollegen den Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer nicht geleistet. "Ich wundere mich schon sehr, dass BM Grasser als einer der Befürworter des Ankaufs von Abfangjägern, seinen Präsenzdienst bisher noch nicht abgeleistet hat. BM Grasser, der einst wegen Gastritis vom Präsenzdienst entbunden wurde, kann diesen ja immer noch ableisten, da er erst im nächsten Jahr 35 wird, und damit noch zum Präsenzdienst eingezogen werden könnte", so Landesrat Josef Ackerl.

Bei näherer Betrachtung der österreichischen Bundesminister und ihrer Wehrpflicht entsteht der Eindruck, dass es für bestimmte Personen möglich ist, dem Präsenzdienst in Österreich zu entkommen. So war beispielsweise auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel als damaliger VP-Klubsekretär wegen "öffentlichen Interesses" vom Heer entschuldigt. Der Marathonläufer Wirtschaftsminister Bartenstein konnte wegen seinem Bluthochdruck den Heeresdienst nicht ableisten und VP-Staatssekretär Morak, war auf Grund seiner schauspielerischen Tätigkeit vom Präsenzdienst befreit. Der Vierte im Bunde ist Finanzminister Karl-Heinz Grasser, den eine Gastritis von der Ableistung des Präsenzdienstes abhielt. "Ich bin stark verwundert darüber, dass einige jener Personen, die mit voller Kraft hinter dem Ankauf der Abfangjäger stehen, selbst nicht einmal eine Grundausbildung beim österreichischen Bundesheer absolviert haben", so Landesrat Josef Ackerl.

"Für Bundesminister Grasser ist es jetzt noch möglich, seinen Präsenzdienst abzuleisten. Sollte er dies auf Grund seiner inneren moralischen Einstellung allerdings ablehnen, kann er ja immer noch statt dem Präsenzdienst den Zivildienst leisten. Im heurigen Jahr der Menschen mit Behinderungen gäbe es sicher viele NGO´s bei denen BM Grasser seiner staatsbürgerlichen Pflicht nachkommen könnte", informiert Landesrat Josef Ackerl, selbst Gefreiter a.D. mit 9 Monaten Wehrdienst und zusätzlichen 5 Übungstagen.

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