Mailath-Pokorny verlieh Auszeichnungen des Landes Wien

Wien (OTS) - Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny verlieh am Mittwoch drei Persönlichkeiten, "die mit ihrem Engagement auf unterschiedliche Weise das kulturelle Leben in Wien bereicherten", Auszeichnungen des Landes Wien: Traudl Engelhorn, Mäzenin und Stifterin, erhielt das "Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, das Ehepaar Waltraud und Hans Pollak bekamen für ihre Pionierarbeit in Donaustädter Kultur- und Bildungseinrichtungen das "Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien überreicht. Die Laudationes hielten Dr. Otto Biba, Musikhistoriker und Archivdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, sowie Gemeinderätin Renate Winkelbauer.*****

Traudl Engelhorn wurde 1927 in Wien geboren. Sie absolvierte eine Lehre als Verlagsbuchhändlerin. Um "rauszukommen" ging sie 1947 für zwei Jahre als Au-Pair-Mädchen" nach England. Nach ihrer Rückkehr war sie im Ullstein-Verlag als Lektorin für Reisebücher tätig. 1955 heiratete sie Peter Engelhorn, der Ehe entstammen vier Töchter.

Traudl Engelhorn gilt in Wissenschafts- und Kulturkreisen als stille Förderin, Stifterin und Mäzenin. "Eine Mäzenin will etwas ihr wichtig erscheinendes ermöglichen und freut sich, wenn es gelingt. Hier in Wien gibt es viel, was es ohne sie nicht gäbe", betonte Dr. Biba in seiner Laudatio. Durch ihre ideellen und materiellen Zuwendungen konnten zahlreiche Forschungsprojekte, Publikationen, wissenschaftliche Tagungen sowie kulturelle Vorhaben vor allem im Bereich der Musik realisiert werden. Seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 1991 widmet sie sich verstärkt ihren Stiftungen und Vereinen. Die wichtigsten Stiftungen und Fördervereine: Gründung des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg (1990), Gründung der Peter und Traudl Engelhorn Stiftung zur Förderung der Biotechnologie und Gentechnik in Stuttgart (1992), Verein der Wiener Philharmoniker, Archiv der Gesellschaft für Musikfreunde, Wiener Konzerthaus.

Traudl Engelhorn lebt seit vielen Jahren in der Schweiz, ist aber in ihrem Herzen überzeugte Wienerin geblieben.

Waltraud und Hans Pollak

"Das Ehepaar Pollak hat seine Fähigkeiten in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Besonders jungen Menschen haben die beiden geholfen, ihre künstlerischen Ideen zu verwirklichen", so Renate Winkelbauer über die Ehrengäste.

Hans Pollak wurde 1919 in Pressburg, Waltraud Möhring wurde 1924 in Quedlinburg geboren. Nach Ihrer Heirat im Jahr 1944 zog das Paar nach Wien in die Donaustadt. Das Ehepaar Pollak ist aufs Engste mit der Donaustadt verbunden. Es trägt einen wesentlichen Anteil an der heute so lebendigen und vielfältigen Donaustädter Bezirkskultur.

Als Gründungsmitglieder des "Bezirksmuseums Donaustadt" wurden Waltraud und Hans Pollak mit dessen Aufbau und Ausgestaltung betraut sowie mit der Durchführung von Ausstellungen. Im "Kulturverein Donaustadt" nahmen sie den Bereich der bildenden Kunst unter ihre Fittiche: Für junge Maler aus ganz Wien konnten sie eine Galerie im Donauzentrum bereitstellen. Das "Montmartre im DZ" ist bis heute eine erfolgreiche Einrichtung. Auch bei der Eröffnung des "Museums Aspern 1809" spielte das Paar eine wichtige Rolle.

Heute haben sich Waltraud und Hans Pollak krankheitshalber aus dem aktiven Kulturleben zurückgezogen, sie verfolgen aber weiter das kulturelle Geschehen in ihrem Bezirk.

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