Der europäische Film braucht massive politische Unterstützung

Gemeinsame Erklärung der Filminstitute der 15 EU-Mitgliedsländer

Wien (OTS) - Seit ihrer ersten Zusammenkunft anlässlich der Filmfestspiele in Cannes 2002 haben sich die Direktoren der nationalen Filmförderinstitute aller 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union regelmäßig zu Konsultationen in Rom und zuletzt 2003 in Berlin getroffen und sich zu dem informellen Interessensverbund EFAD (European Film Agency Directors) zusammengeschlossen. Hauptthema ihrer Beratungen war und ist die Europäische Filmpolitik und insbesondere die Kriterien, die die Europäische Kommission im Hinblick auf die Überprüfung der beihilferechtlichen Zulässigkeit nationaler Filmfördersysteme zu Grunde legt.

Die Dominanz des US-amerikanischen Films ist in Europa ungebrochen. Die Tendenz ist trotz massiver europäischer Förderungsprogramme weiterhin stark steigend. Gerhard Schedl, der Direktor des Österreichischen Filminstituts, stellt dazu fest, dass "die von der Europäischen Kommission auferlegten Beschränkungen sich angesichts dieser Situation gegen den unabhängigen europäischen Film richten und im höchsten Maß kontraproduktiv für dessen Existenzsicherung und Weiterentwicklung sind."

Ergebnis der Beratungen ist die vorliegende Gemeinsame Erklärung der EFAD, die als Hauptpunkte ein Bekenntnis aller Beteiligten zum europäischen Film und zur Notwendigkeit seiner umfassenden Förderung enthält sowie Kritikpunkte an den bisherigen Genehmigungsverfahren der Europäischen Kommission und Verbesserungsvorschläge für eine sachgerechtere Durchführung der ab 2005 erneut anstehenden Überprüfungen.

Die Erklärung wurde heute Herrn Staatssekretär Morak mit dem Ersuchen übergeben, die darin ausgeführten Empfehlungen in seine filmpolitischen Überlegungen zu übernehmen. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die seinerzeit übergebene Unterstützungserklärung der Interessensvertretungen, Interessensgemeinschaften und Förderungsinstitutionen vom 20. November 2000 anlässlich der Beschlussfassung von MEDIA Plus verwiesen, die ebenfalls die so genannte "50%-Regel" zum Gegenstand hatte.

Im Anhang finden sich Erläuterungen und Hintergrundinformationen zu den Feststellungen.

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches Filminstitut
Mag. Gerhard Schedl
1070 Wien, Spittelberggasse 3
Tel.: (1) 526 97 30 400
Fax: (1) 526 97 30 440
office@filminstitut.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0007