Existenzgründer

Berlin (OTS) - Seit Anfang des Jahres haben Arbeitslose die Möglichkeit, sich mit einer sogenannten Ich-AG selbständig zu machen. Mit einer Finanzspritze vom Staat können sie sich so eine eigene Existenz aufbauen. Für drei Jahre zahlt das Arbeitsamt monatlich zunächst 600 Euro, im letzten Jahr noch 240 Euro. Dafür muss der Existenzgründer einige Bedingungen erfüllen, weiß Ulrich Theil, stellvertretender Pressesprecher der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte:

0-Ton: (ors09491) Ulrich Theil 17 sec.

"Voraussetzung für diesen Zuschuss ist allerdings, dass man keine Beschäftigten in seinem Betrieb hat. Also, man muss die selbständige Erwerbstätigkeit völlig alleine ausüben. Die Beschäftigung von Familienangehörigen ist allerdings in diesem Zusammenhang zulässig."

Außerdem darf das Einkommen pro Jahr nicht über 25.000 Euro liegen. Ein wichtiger Kostenfaktor für jeden Existenzgründer ist die Rentenversicherung. Hier gibt es eine gute Nachricht, denn Gründer einer Ich-AG bleiben gesetzlich rentenversichert:

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"Der Existenzgründer ist versichert und versicherungspflichtiger Selbständiger kraft Gesetzes. Die Bundesanstalt für Arbeit meldet uns auch die Bezieher dieser Existenzgründer-Zuschüsse, so dass wir wissen, dass dort Versicherungspflicht eintritt. Man muss sich also nicht noch nebenher privat absichern."

Wer sich mit einer eigenen Ich-AG selbständig machen möchte, hat dadurch ein kalkulierbares Risiko, zumal er nur den halben Regelbetrag zur Rente zahlen muss, während er die Zuschüsse erhält. Alle notwendigen Informationen und Anträge gibt es beim Arbeitsamt:

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"Nun, die Zahlung dieses Existenzgründer-Zuschusses ist eine Leistung der Bundesanstalt für Arbeit und deswegen sollte jeder, der sich hierfür interessiert, jeder Arbeitslose, sich mit seinem Arbeitsamt auch in Verbindung setzen. Dort gibt es die entsprechenden Anträge, dort wird man auch entsprechend beraten. Die anschließende Versicherungspflicht ist nur eine Folge des von der Bundesanstalt gewährten Zuschusses."

Wer über die Informationen des Arbeitsamtes hinaus Fragen zu seiner Rente hat, dem bietet die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte kostenlose Beratung an. Entweder persönlich in den Auskunfts- und Beratungsstellen oder unter der Hotline 0800-333 19 19. Dort kann man auch Broschüren zu vielen Themen bestellen.

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ors Originaltext: BfA

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