Junge Industrie: Liberalisierung der Ladenschlusszeiten muss auch für Sonntage gelten

Bartensteins Vorstoß in Bezug auf die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten (Freigabe der Öffnungszeiten auf Bundesebene zw. Montag 5 Uhr und Samstag 18 Uhr) ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus

Wien (JI) Die Junge Industrie, die Jugendorganisation der Industriellenvereinigung, setzt sich vehement für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ein. Martin Ohneberg, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie: " Minister Bartensteins Initiative ist begrüßenswert, da sich letztes Jahr im Bereich der Liberalisierung überhaupt nichts getan hat, trotzdem sehen wir als Jungunternehmer es als verpasste Chance für die internationale Wettbewerbsfähigkeit, wenn sich die Liberalisierung nicht auch auf die Sonntage bezieht." Ohneberg betont, dass Österreich in Bezug auf die Ladenöffnungszeiten im europäischen Vergleich an letzter Stelle liege und verweist auf unsere Nachbarländer: Tschechien hat keine Einschränkungen was das Offenhalten der Läden unter der ganzen Woche betrifft, die Slowakei besitzt eine Regelung auf Gemeindeebene bis zu 24 Stunden - also rund um die Uhr - auf Antrag einzelner Gewerbetreibender ist die Umsetzung möglich, Ungarn besitzt ebenso keine Einschränkungen wie auch die EU-Mitgliedstaaten Frankreich, Irland und Schweden. In Spanien sieht die Regelung so aus, dass an mindestens 11 Sonntagen im Jahr die Geschäfte von 8:00 bis 19:00 Uhr geöffnet werden können. Ohneberg weist darauf hin, dass eine Lösung nach diesem Modell übergangsmäßig auch für Österreich ein annehmbarer Kompromiss wäre.

Die Junge Industrie sieht den Standort Österreich gefährdet, wenn sich die Liberalisierung nicht auch auf die Sonntage ausdehnt. Abgesehen davon müsse in Folge die Umsetzung der Verordnung von den Landeshauptleute auch wirklich erfolgen. Durch den bevorstehenden EU- Beitritt der Nachbarländer werde dieses Problem noch massiver, insbesondere für die Grenzregionen, betont Ohneberg. Im Sinne von mehr Eigenverantwortung der Unternehmen fordert die Junge Industrie eine individuelle Regelung der Öffnungszeiten im Einvernehmen mit den Mitarbeitern bzw. Betriebsräten. Ohneberg: "Bereits heute arbeiten eine Vielzahl an Sonntagen wie zum Beispiel im Gesundheits-und Sicherheitsbereich, Bereitschaftsdienste oder etwa in touristischen und öffentlichen Einrichtungen z.B. Museen. Die Ausdehnung der Liberalisierung der Öffnungszeiten ist für den Tourismus und für die Auslastung öffentlicher Einrichtungen von Vorteil, wenn Freizeitaktivitäten nicht nur geballt an Samstagen und Sonntagen stattfinden", so Ohneberg.

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