Onodi: Gesundheitsziele Niederösterreich - Schwerpunkt Erkrankungen des Bewegungsapparates und Diabetes

Leeb: Früherkennung von Erkrankungen ist der entscheidende Faktor

St. Pölten (SPI) - "Der Gesundheitsbericht 2002 ist nicht nur eine Untersuchung und breite Aufarbeitung des Gesundheitszustandes und Gesundheitsverhaltens der niederösterreichischen Bevölkerung, er ist auch ein Qualitäts- und Leistungsnachweis und eine klare Zielvorgabe für künftige Schwerpunkte im niederösterreichischen Gesundheitswesen", betonte die SP-NÖ Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen, Heidemaria Onodi, in ihrer Funktion als NÖ Gesundheitsreferentin, anlässlich der Pressekonferenz "Gesundheitsziele Niederösterreich - Schwerpunkt Erkrankungen des Bewegungsapparates und Diabetes" am Montag. Prim. Dr. Burkhard Leeb, Leiter des NÖ Zentrums für Rheumatologie am Humanis Klinikum Niederösterreich, berichtete über zwei der zehn markanten niederösterreichischen Gesundheitsziele: Die Behandlung und Reduktion von Erkrankungen des Bewegungsapparates und von Diabetes mellitus. ****

Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates stellen einen ständig wachsenden Anteil im Krankheitsbild der entwickelten Industrienationen dar. In Niederösterreich wurden in den letzten Jahren rund 37.000 PatientInnen pro Jahr wegen orthopädischen Erkrankungen zur Behandlung in einem Krankenhaus aufgenommen. "Bis zum Jahr 2010 sollen Erkrankungen des Bewegungsapparates bei den unter 65-Jährigen bis zu 20 Prozent reduziert werden", so Onodi. Es werde bereits in Schulen und Kindergärten, in den sogenannten "Gesunden Gemeinden" und einzelnen Betrieben mit Bewegungsprogrammen angesetzt. "Früherkennung der Erkrankung ist der entscheidende Faktor", unterstrich die Gesundheitsreferentin. Eines der wesentlichsten Anliegen der Rheumatologie sei dementsprechend die Frühdiagnose und Frühtherapie.

Rund 35.100 der über 15-jährigen niederösterreichischen Bevölkerung (2,4 %) leiden an chronischem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Niederösterreich liege damit an dritter Stelle der österreichischen Bundesländer, analysierte der Rheumatologe Leeb. Daher solle ebenfalls bis zum Jahr 2010 die möglichst lückenlose Identifizierung von Risikopersonen von Diabetes-Typ II erreicht und die Häufigkeit von Diabetesfolgen wie Amputation, Blindheit, Nierenversagen, Schwangerschaftskomplikationen und andere Gesundheitsstörungen um 15 Prozent reduziert werden. Es solle im Interesse von volksgesundheitlichen Maßnahmen veranlasst werden, ein landesweites Früherkennungssystem zu installieren, regte Leeb an. Die primäre Prävention des Diabetes mellitus könne nur über die Änderung des Lebensstils, die betriebliche Gesundheitsvorsorge sowie allgemeine Aufklärung der Bevölkerung erfolgen. Wie bei allen chronischen Erkrankungen sei entsprechende Früherkennung für das Schicksal der Betroffenen hauptverantwortlich. Screening-Programme entsprechend den bekannten Risikofaktoren seien dazu angetan, eine frühere Diagnosestellung und damit die raschere Einleitung zielgerichteter Maßnahmen, die, vor allem zu Krankheitsbeginn, nicht ausschließlich medikamentös sein müssen, zu ermöglichen. "Allerdings muss seitens der Gesellschaft auch die Bereitschaft vorhanden sein, präventive Maßnahmen und therapeutische Verbesserungen finanziell zu tragen", so Leeb abschließend. (Schluss) cb

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