VOEST: Kein Verkauf ans Ausland!

Politische Diskussion durch Verkaufserklärung der Bundesregierung ausgelöst=

Die politische Diskussion um die VOEST ist von der Bundesregierung ausgelöst worden. In der Regierungserklärung steht, dass die VOEST auf jeden Fall zu 100 Prozent verkauft werden wird. Offen ist nur die Frage des Käufers 0 ob aus dem In- oder Ausland. "Es wäre blauäugig zu glauben, dass dieser Verkauf nicht stattfinden wird. Als Landespolitiker mache ich mir Sorgen, wenn der größte oberösterreichische Betrieb verkauft wird", so SPÖ-Chef Erich Haider.

Die SPÖ habe durch den Verkauf der Austria Tabak Werke an das Ausland keinerlei Vertrauen zur Bundesregierung und zur ÖVP.

Austria Tabakwerke Ä Verkauf schwerer Verlust für Staatsfinanzen

Der GALLAHER-Konzern m der neue Besitzer - hat für 2002 einen Gewinn von 844 Millionen Euro ausgewiesen, davon alleine 211 Millionen Euro von der Austria Tabakwerke.

Nach 3,5 Jahren hat sich der Verkaufspreis von 750 Millionen Euro ausgeglichen, danach ist der Verkauf ein finanzieller Riesenschaden für die Republik Österreich. "Ein zweites derartiges wirtschaftliches Debakel muss verhindert werden", so der Oberösterreichische SPÖ-Chef- Erich Haider.

Kein Verkauf der VOEST ans Ausland

"Ein Verkauf der VOEST an das Ausland darf nicht stattfinden" so Erich Haider. Zur Lösung des Problems schlägt Haider vor, zusätzlich zu den 8% der RAIKA, 7% der Oberbank, 5% der Arbeitnehmervertreter noch 5% entweder durch das Land Oberösterreich oder durch oberösterreichische Betriebe anzukaufen.

Bei einem Ankauf durch das Land Oberösterreich wird mit Landtagsbeschluss sichergestellt, dass es keine operativen Eingriffe in die Geschäftsführung gibt. Das Land Oberösterreich ist nur strategischer Partner für eine Sperrminorität!

Einen weiteren Vorteil hätte diese Geldanlage:

Derzeit hat das Land Oberösterreich 700 Millionen Euro der Bundesregierung geliehen und bekommt dafür 4% Zinsen. Bei einer Veranlagung in VOEST-Aktien würde das Land 6% Dividende erhalten.

Lösung mit anderen Industriebetrieben auch gut

Sollte es einen Erwerb der VOEST durch andere oberösterreichische Industriebetriebe oder Banken geben und damit eine bessere Lösung möglich werden, sei dagegen nichts einzuwenden. "Keinesfalls darf die VOEST aber an das Ausland verkauft werden" stellt der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider klar.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002