Stadlbauer zu Ladenöffnung: Regierung will, dass Frauen mehr arbeiten und noch weniger verdienen!

"Was sagen Rauch-Kallat und Haubner dazu?"

Wien (SK) "Leidtragende der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sind einmal mehr die Frauen, die zwei Drittel der Handelsangestellten stellen", kritisierte SPÖ-Abgeordnete und SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer die heute im Ministerrat beschlossene Punktation zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. "Massive Verschlechterungen" für die Handelsangestellten seien auch durch das Fallen der Regelung, nach der jeder zweite Samstag arbeitsfrei bleiben muss, zu erwarten, erklärte Stadlbauer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Daher sei die heutige Aussage Bartensteins, wonach "die Schwarz-Weiß-Regelung, nach der Mitarbeiter nur jeden zweiten Samstag arbeiten 'dürfen', gestrichen wird", als besonders zynisch zu bezeichnen. "Es läuft darauf hinaus, dass Frauen immer mehr arbeiten und noch weniger verdienen sollen", kritisierte Stadlbauer Bartenstein. ****

Die Situation der Frauen verschärfe sich durch die Ausweitung der Öffnungszeiten auch deswegen dramatisch, "weil von der Regierung absolut nichts für die Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie geeignete Kinderbetreuungseinrichtungen und die Verbesserung der Verkehrsbedingungen, getan wird", so Stadlbauer.

Man müsse sich die Frage stellen, warum sich die Frauenministerin hier nicht im Sinne der Frauen und der immer wieder versprochenen besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetze? "Interessant wäre auch eine Stellungnahme von Staatssekretärin Haubner, die in einer Presseaussendung vom 30. Jänner noch schwere Kritik an den Plänen von Wirtschaftsminister Bartenstein übte und jetzt stillschweigend den Verschlechterungen zustimmt", so Stadlbauer.

"Die letzte Ausweitung der Ladenöffnungszeiten 1997 habe nicht mehr Arbeitsplätze gebracht, sondern es wurden vor allem Vollzeitarbeitsplätze in Teilzeitjobs umgewandelt", entkräftete Stadlbauer das von Bartenstein immer wieder vorgebrachte Argument der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Ausweitung der Öffnungszeiten.

Umfragen belegen, dass 80 Prozent der Unternehmen sowie auch die große Mehrheit der Konsumenten mit der derzeitigen Regelung zufrieden sind. "Barteinstein handelt hier nur im Sinne der großen Konzerne, die sind die Einzigen, die von der Ausweitung der Öffnungszeiten profitieren. Für die ArbeitnehmerInnen hat der Arbeitsminister leider gar nichts übrig", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) wf/mp

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