Ärztekammer relativiert Zahlenspielereien der OÖ Gebietskrankenkasse

Hohe Ärztedichte in der Bundeshauptstadt

Wien (OTS) - "Ohne die Leistungen der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK, Anm.) für eine gut funktionierende ärztliche Betreuung in Oberösterreich schmälern zu wollen, muss doch die Aussage der OÖGKK, wonach die Wiener längere Fußwege zur nächsten Ordination eines Allgemeinmediziners zurückzulegen hätten als die Oberösterreicher, als sicherer Rechenfehler zurückgewiesen werden." Etwas amüsiert kommentierte der Wiener Ärztekammerpräsident Prim. MR Dr. Walter Dorner eine diesbezügliche Aussendung der OÖGKK, wonach Oberösterreicher durchschnittlich 17 Minuten zu Fuß zum Hausarzt bräuchten, die Wiener hingegen 19 Minuten.****

Zwar habe die Wiener Ärztekammer zu solchen Zahlenspielerein aus gutem Grund noch keine "Studie" erhoben, da eine solche Zahl für die Bundeshauptstadt keine Wertigkeit besitze. Tatsache sei jedenfalls, dass im 414 Quadratkilometer großen Wien - auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Wiener Gebietskrankenkasse - "praktisch jedes Haus auch einen Hausarzt hat".

Insgesamt sind es 874 Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag in Wien. Im flächenmäßig 29 Mal größeren Oberösterreich ordinieren hingegen 681 Allgemeinmediziner. Dorner: "Da brauche ich keine wissenschaftliche Erhebung, um zu erkennen, dass man zu Fuß von einem Bergbauernhof zur nächsten Ordination mehr Zeit benötigt als in der Stadt."(hpp)

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