Stenzel: Langzeitperspektive für den Balkan ist dringliche EU-Aufgabe

Menschen in Südosteuropa brauchen ein Zeichen der Hoffnung

Brüssel, 18. März 2003 (ÖVP-PK) "Eine europäische Langzeitperspektive für Südosteuropa ist eine der dringlichsten Aufgaben der EU", sagte heute ÖVP-Delegationsleiterin Ursula Stenzel anlässlich eines Hearings des außenpolitischen Ausschusses in Brüssel. "Das Europaparlament hat mit seinem Hearing über eine neue Strategie für Südosteuropa ein wichtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt gesetzt. Wir dürfen die Balkan-Region nicht aus den Augen verlieren, trotz und gerade wegen des leider bevorstehenden Irak-Krieges und der kommenden EU-Erweiterung. Vor allem aber angesichts der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic muss sich die EU intensiv mit der Zukunft des Balkan auseinandersetzen. Die Menschen vor Ort brauchen ein Zeichen der Hoffnung und sie brauchen es von Seiten der EU", betonte Stenzel. ****

Auch auf Grund der Tatsache, dass die Europäische Union nun in Ablöse der NATO-Truppen Sicherheitsaufgaben in Mazedonien wahrnehmen werde, stelle sich die Frage einer europäischen Langzeitperspektive für diesen Raum umso dringlicher. Die Europasprecherin der ÖVP begrüßte daher die Mitteilung der Europäischen Kommission, die als Grundlage für das heutige Hearing diente: "Wir müssen für Südosteuropa ähnliche Instrumente entwickeln, wie sie als Vorbeitrittshilfen den Erweiterungskandidaten zugute kamen. Jetzt, da das bisherige CARDS-Programm auslaufen wird, muss die EU die Menschen auf dem Balkan ermutigen, in diesem Raum zu bleiben und ihr Leben mit einer positiven Zukunftsperspektive bestreiten zu können", sagte Stenzel.

"Nur wenn die Staaten Südosteuropas aus der Umklammerung von Hoffnungslosigkeit und organisierter Kriminalität befreit werden, haben sie eine europäische Perspektive. "Dazu bedarf es der finanziellen und politischen Hilfe der Europäischen Union, aber auch einer Liberalisierung unserer eigenen Märkte. Das Europäische Parlament hat mit seinem heutigen Hearing den ersten Schritt auf einem richtigen Weg gesetzt", sagte Stenzel abschließend.

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