Der gegen Esso vorgebrachte Boykott-Aufruf ist grundlos und ohne Rechtfertigung

Wien (OTS) - Weder die Tankstellenpächter der Esso Austria, noch die ESSO Austria GmbH selbst, noch ihre Muttergesellschaft bestimmen die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika oder anderer Mitglieder der Vereinten Nationen (UN). Die Geschäftsgrundsätze unseres Unternehmens sehen vielmehr vor, die Unabhängigkeit gewählter Regierungen ausdrücklich zu respektieren.

Die Auseinandersetzung mit dem Irak ist veranlasst durch die Nichteinhaltung von Auflagen der UN, dass der Irak alle Massenvernichtungswaffen zu vernichten habe. Die Entscheidung gegen den Irak vorzugehen, ist Angelegenheit frei gewählter, unabhängiger Regierungen, auf die einzelne Geschäftsunternehmen keinen Einfluss haben und auch nicht haben sollten; dies gilt natürlich für unser Unternehmen gleichermaßen.

Die Darstellung, dass es sich um einen gezielten Krieg um Öl handelt, ist nicht zutreffend - dies wird auch in den Kommentaren in der deutschen Presse und von führenden Banken bestätigt. Es gibt genug Ölreserven außerhalb des Irak und ein Krieg daher wirtschaftlich völlig unerklärbar.

Zitat:

LONDON, 14. März (AFP) - Adam Sieminski, Direktor der Deutschen Bank meinte, dass Gegner des Irak Krieges, die hinter diesem Krieg die Amerikanische Gier nach Oil vermuten, wohl das dümmste wirtschaftliche Argument strapazieren.

Der Krieg gegen den Irak würde nach offiziellen Schätzungen vermutlich zwischen 100 und 250 Mrd. Dollar kosten, eine dauerhaft Besetzung des Landes weitere 30 Mrd. Dollar pro Jahr. Nimmt man an, dass die zerstörte irakische Ölindustrie ca. 3 Millionen Barrels pro Tag produzieren und nach dem Krieg ein in der OPEC Bandbreite liegender Preis von ca. 23 Dollar pro Barrel erzielbar wäre, würden damit nicht einmal die Besetzungskosten gedeckt. Würden die Amerikaner das gesamte irakische Öl für sich beanspruchen und nichts für die irakische Bevölkerung verwendet werden, würde man nur ca. 25 Mrd. Dollar erzielen - ein Verlustgeschäft für die Vereinigten Staaten!!

Weiters hat auch das Argument, dass die Amerikaner einen Ersatz für den unzuverlässig gewordenen Partner Saudi Arabien suchen laut Sieminski keinen Bestand. Könnte man den Irak- nach Jahren wieder als Partner betrachten, würde Washington immer noch wenig gewinnen, denkt man an den drastischen Preisverfall käme der Irak als "neuer" Anbieter auf den Markt und daran, dass die Vereinigten Staaten selbst nach Saudi Arabien der größte Ölproduzent, damit einen Preisverfall auf ca. 10 Dollar pro Barrel befürchten müssten. Das wäre doch verrückt!

In der Auseinandersetzung mit dem Irak geht es ausschließlich um die Beseitigung der Gefährdung der Weltgemeinschaft der Staaten durch atomare, chemische und biologische Massenvernichtungswaffen des Irak.

Schade, dass Greenpeace sachliche Argument zu ignorieren versucht. Zur widerrechtlichen Besetzung des Daches der ESSO Zentrale durch Greenpeace Aktivisten ist festzuhalten, dass sie in Österreich -entgegen den Aktivitäten in anderen europäischen Staaten- völlig gewaltfrei verlaufen sind. Entgegen anders lautenden Meldungen ist unser Unternehmen nicht an einer Eskalation der Situation interessiert.

Trotz dieser Auseinandersetzung werden wir unsere Kunden, weiterhin zuverlässig und freundlich mit Benzin oder Diesel und unseren Shop-Angeboten versorgen.

Weitere Informationen zu unserem Unternehmen finden Sie unter:
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