Legrand ordnet österreichischen Standort neu

Wernberg (OTS) -

  • Verstärkte Konzentration auf Vertrieb und Marketing in Österreich
  • Produktion im Kärntner Werk Wernberg wird mit Jahresende verlagert - Sozialplan und gemeinsame Initiativen mit Land Kärnten für die 160 Beschäftigten
  • Chance für Verbleib von Forschung und Entwicklung in Österreich

Der internationale Schalter- und Steckdosenhersteller Legrand setzt neue Schwerpunkte in Österreich. "Wir werden uns in Zukunft noch stärker auf die Bereiche Marketing und Vertrieb in Österreich konzentrieren", erklärte Legrand Österreich Geschäftsführer Mag. Hans Pieczara. Damit reagiert der internationale Konzern auf die anhaltende Konjunkturflaute im Baubereich in den deutschsprachigen Märkten und die verschärften Wettbewerbsbedingungen. Mit dem 4. Quartal 2003 verlagert der Konzern die Produktion aus Kärnten auf andere internationale Legrand-Standorte. "Aufgrund der niedrigen Auslastung und einer geänderten Marktentwicklung haben sich in den letzten Jahren im Werk Wernberg namhafte Verluste angehäuft. Aus diesem Grund mussten wir heute die 160 Beschäftigten über die Produktionsverlagerung informieren."

Vertriebsoffensive soll Marktanteil steigern

"Für Legrand Österreich bleibt der heimische Markt von hoher Bedeutung", so Pieczara weiter. Der Vertrieb in Österreich werde noch stärker forciert. "Wir haben als Legrand Österreich eine gute Position, weil wir über ein sehr umfangreiches Markt- und Produkt-Know-how verfügen. Es ist selbstverständlich, dass die gesamte Produktpalette, inklusive der österreichspezifischen Produkte, weiterhin angeboten wird. Gleichzeitig werden wir unseren Kundenservice mit dem weiter in Österreich verbleibenden Lager ausbauen und eine Reihe neuer Systemlösungen auf dem österreichischen Markt platzieren." Pieczara zeigte sich zuversichtlich, dass durch die geplante Marktoffensive eine weitere Verbesserung der schon bisher starken Marktposition erzielt werden kann. "Wir befinden uns heute unter den Top drei Unternehmen im Markt für Elektroinstallationsmaterial und wollen diese Position nicht nur halten, sondern auch noch ausbauen."

Fokus auf angegliederte Forschung und Entwicklung

"Der F&E-Bereich am Standort Wernberg konnte sich in den letzten Jahren zu einem starken Standbein innerhalb des Konzerns entwickeln. Aus diesem Grund sind derzeit Verhandlungen über ein mögliches Management-Buy-out im Gange", so Pieczara weiter. Gerade im Wettbewerb um innovative Systemlösungen sei es von Vorteil, auf die Erfahrung bewährter Mitarbeiter zu bauen. "Diese Lösung wäre von hohem Nutzen für unser F&E-Team als auch für Legrand und unsere Kunden". Pieczara hob in diesem Zusammenhang die Unterstützung des Landes Kärnten in der Lösungsfindung hervor.

Produktionsverlagerung sichert Wettbewerbsposition

Entscheidend für die geringe Produktionsauslastung war hauptsächlich die rückläufige Entwicklung im privaten, sozialen und öffentlichen Wohnbau seit 1999. "Die Baubranche ist von der schlechten Konjunkturlage besonders stark betroffen. Die Einbrüche speziell auf den für uns relevanten Märkten haben direkte Auswirkungen auf die Auslastung unserer Produktion in Wernberg. Leider ist aus heutiger Sicht keine rasche und signifikante Änderung dieser Entwicklung abzusehen." Der österreichische Markt werde sich zwar in den kommenden Jahren voraussichtlich wieder besser darstellen, doch sei dieser für eine eigene Produktionsstätte zu klein.

Sozialplan und gemeinsame Initiative mit Land Kärnten

Pieczara kündigte eine sofortige gemeinsame und umfassende Initiative mit dem Land Kärnten für die rund 160 Arbeitnehmer an:
"Unser erstes Ziel ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine neue Perspektive zu geben. Es besteht auch schon ein erster Sozialplanentwurf, den wir unverzüglich mit unseren Betriebsräten verhandeln werden. Gleichzeitig haben wir gemeinsam mit der Kärntner Landesregierung und dem Wernberger Bürgermeister einen Stab gebildet, der sich um Ersatzarbeitsplätze, Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsstiftungen und eine Jobbörse kümmern wird." Auch mit anderen maßgeblichen Kärntner Wirtschaftseinrichtungen wurden bereits erste Kontakte geknüpft.

Legrand - Zahlen, Daten und Fakten

Legrand Österreich ist eine Niederlassung der Legrand Gruppe, einem der weltweit führenden Anbieter für Elektroinstallationsmaterialien im Niederspannungsbereich.
Legrand International hat seine Zentrale im französischen Limoges. Der Konzern verfügt weltweit über zahlreiche Standorte in mehr als 60 Ländern und Verkaufsaktivitäten in mehr als 160 Staaten. Legrand International beschäftigt insgesamt rund 27.000 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz betrug im vergangenen Jahr rund 3 Mrd. Euro.

Die Produktpalette umfasst qualitativ hochwertige Schalterprogramme und Stecker, Sprechanlagen, Zeit- und Lichtschalttechnik, Verteiler und -einbaugeräte, Gebäudesystemtechnik (EIB), Kabelkanäle und Installationsmaterial, Leuchten, Sicherheitsleuchten und -kästen, Schaltbauschränke und Industriesteckvorrichtungen.

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