ÖBB begeben EUR 200 Mio. Bahn-Anleihe

Die Bahn geht in den österreichischen Kapitalmarkt

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehen mit einer Unternehmensanleihe an den Kapitalmarkt. Die Anleihe mit einem geplanten Volumen von EUR 200 Mio. soll vor allem bei österreichischen Anlegern platziert werden. Mit der Stückelung von EUR 1.000.- ist das Wertpapier auch für private Investoren attraktiv. Bei einer Laufzeit von sieben Jahren beträgt die jährliche Verzinsung voraussichtlich 4 %, der endgültige Zinssatz wird am 25. März 2003 fixiert. Die Bank Austria Creditanstalt und die BAWAG P.S.K. Gruppe treten gemeinsam als Lead-Manager dieser Anleihe auf.****

Attraktive Bonitätseinstufung

Die ÖBB werden von den internationalen Investoren wegen ihrer Nähe zur Republik Österreich als attraktiver Anleihen-Emittent erachtet. Das aktuelle Rating der ÖBB bei Bank Austria Creditanstalt und BAWAG lautet auf "AA". Seit der Umwandlung in ein eigenständiges Unternehmen in Form eines Sonderrechtsträgers gemäß Eisenbahngesetz 1992 erwirtschafteten die ÖBB solide Ergebnisse: Sowohl die Beförderungsleistung bei Personen und Gütern als auch der Umsatz konnten kontinuierlich gesteigert werden.

Positive Bilanz

Trotz schwacher Konjunktur und starker Konkurrenz von Straße und Luftfahrt konnte der Umsatz des Absatzbereiches im Jahr 2002 laut den vorläufigen Zahlen mit 2,109 Mrd. Euro stabil gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2001 betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 122,1 Mio. EUR. Für die Geschäftsjahre 2002 und 2003 gehen die ÖBB von Ergebnissen in ähnlicher Größenordnung aus.

Herausforderung Osteuropa

Um diese erfolgreiche Wachstumsstrategie weiter fortsetzen und neue Chancen, vor allem in Osteuropa nutzen zu können, bedienen sich die ÖBB zum ersten Mal des Instruments einer Unternehmensanleihe. Damit soll die Finanzierung der Investitionsvorhaben im Absatzbereich langfristig abgesichert werden. Gleichzeitig können vorwiegend heimische Anleger auch in heutigen Zeiten relativ sicher am Erfolg von Österreichs Mobilitätsanbieter Nummer 1 partizipieren.

Seit 15. März diesen Jahres ist der Güterverkehr auf der Schiene liberalisiert. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich zehn neue Mitgliedsländer, darunter unsere östlichen Nachbarstaaten Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien in die Europäische Union aufgenommen. Die ÖBB sind auf diesen Schritt sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gut vorbereitet. Als europäischer Vorreiter etablierten die ÖBB etwa bereits mit dem EURegio-Programm den grenzüberschreitenden Personennahverkehr. Und mit Repräsentanzen und Tochterunternehmen, die in der Speditionsholding zusammengefasst sind, ist die Bahn bereits jetzt ein wichtiger Player im Logistiksektor.

Investitionsprogramm läuft

Die Bereiche Personen- und Güterverkehr müssen, nicht zuletzt um das erwartete gesteigerte Verkehrsaufkommen Richtung Osten auf die Schiene zu verlagern, weiter ausgebaut werden. Um eine lückenlose Logistikkette anbieten zu können, müssen dazu etwa Investitionen in neue, funktionelle Spezialgüterwagons getätigt werden. Im Personenverkehr läuft bereits seit dem Vorjahr das Refurbishment-Programm, mit dem rund 720 Reisewaggons auf einen modernen Standard umgebaut werden. Weiters schaffen die ÖBB insgesamt 400 moderne Taurus-Lokomotiven an, die leistungsfähiger und wartungsärmer sind und aufgrund ihrer Mehrstromtechnik auch in den östlichen Nachbarländern eingesetzt werden können. Zudem werden sowohl die Diesel- als auch die Verschublok-Flotte modernisiert.

Ziel dieses gesamten Investitionsprogramms und der Maßnahmen, die im Projektportfolio "Power 2005" zusammengefasst sind, ist es, die ÖBB zu einem wesentlichen Marktteilnehmer im mitteleuropäischen Raum aufzubauen und damit die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

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