ORF-Kurzfilmwettbewerb "shorts on screen": Gewinner stehen fest!

Preisverleihung am 25. März im Rahmen der Diagonale in Graz

Wien (OTS) - "shorts on screen", der im Rahmen der Diagonale 2002 ausgeschriebene österreichweite Kurzfilmwettbewerb der ORF-Landesstudios und der Kulturabteilungen der Bundesländer, ist erfolgreich beendet. Aus insgesamt 314 Einreichungen, die zum Ablauf der Einreichfrist Ende November vergangenen Jahres eingegangen waren, hat eine vierköpfige Fachjury die Landesgewinner gekürt. Unter den oberösterreichischen Beiträgen vergibt die Jury ex aequo zwei erste Preise, sodass statt neun nun zehn Preisträger ausgezeichnet werden. Die zehn kreativen Nachwuchsfilmer und ihre "shorts" werden bei der Diagonale 2003 am Dienstag, dem 25. März 2003, in Graz erstmals offiziell präsentiert. Wer Gesamtsieger des Wettbewerbs ist, wird erst direkt bei der Präsentation bekannt gegeben. Als Preisgeld vergeben die Kulturabteilungen jeweils 3.000 Euro pro Bundesland. Neben dieser finanziellen Auszeichnung sowie der begleitenden Promotion durch Trailer und Berichterstattung werden die ausgewählten Kurzfilme - laut Wettbewerbsmotto - im ORF auch "on screen" sein: Am Sonntag, dem 30. März, um 23.25 Uhr sowie am Sonntag, dem 6. April, um 23.15 Uhr präsentiert ORF 2 die Sendungen "shorts on screen", in der alle prämierten Werke sowie Interviews mit den jeweiligen Regisseuren zu sehen sein werden. Auffallend viele der eingereichten, teilweise auch ausgezeichneten Arbeiten vermitteln eine düstere Sicht auf die Welt. Im Gespräch mit ORF-Filmexpertin Gabi Flossmann erklären die jungen österreichischen Nachwuchstalente, ob der triste Grundton für sie ein Signum der heutigen Zeit darstellt. Auch die "Treffpunkt Kultur"-Sendung vom 24. März ab 22.30 Uhr in ORF 2 widmet "shorts on screen" einen Beitrag.

Erfolgreiche Initiative der ORF-Landesstudios und der Kulturabteilungen der Länder

Mit "shorts on screen" ging die erste Kooperation der ORF-Landesstudios mit den Kulturabteilungen der Bundesländer zur Unterstützung des jungen österreichischen Films erfolgreich über die Bühne - insgesamt 314 Einreichungen aus ganz Österreich mit mehr als 52 Stunden Filmmaterial gingen bei den Veranstaltern ein. Die Idee zum Wettbewerb entstand im Rahmen der Diagonale 2001. Das Ziel dieser gemeinsamen Initiative war es, talentierte Nachwuchsfilmer zu entdecken, ihnen auf regionaler und nationaler Ebene ein Forum für ihre Werke zu bieten und in weiterer Folge auch das Genre Kurzfilm in Österreich auszubauen. Deshalb richtete sich "shorts on screen" an 16- bis 30-Jährige in ganz Österreich; weitere Teilnahmekriterien waren eine Maximallänge des Films von zehn Minuten und ein inhaltlicher Bezug zu einem österreichischen Bundesland.
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt ergibt sich bei den Einreichungen ein klarer Platz eins für Wien: Insgesamt 110 von 314 Beiträgen erreichten das Wiener ORF-Landesstudio. Auf Platz zwei landete Niederösterreich mit 39 "shorts", dicht gefolgt von Oberösterreich, wo 36 Filme eintrafen. Die weitere Aufteilung sah folgendermaßen aus:
Kärnten 33, Steiermark 29, Salzburg und Tirol ex aequo 23, Vorarlberg elf und Burgenland zehn Beiträge.

Die Jurymitglieder und ihr Votum

In ihrer allgemeinen Beurteilung hob die vierköpfige Fachjury hervor, dass sich der österreichische Filmnachwuchs deutlich mehr mit Problemen aus dem eigenen Umfeld beschäftigt als mit allgemeinen gesellschaftspolitischen Themen. Das Genre Komödie kommt nur vereinzelt vor - und dort auch meist gepaart mit einer Problemstellung. Die filmische Ästhetik reicht von der Persiflage à la Homevideo bis zum visuell anspruchsvollen Artfilm. Die Jury betonte, dass auch über die ausgezeichneten Einsendungen hinaus eine große Zahl beachtenswerter Kurzfilme entstanden sind, die mit lobenden Erwähnungen bedacht wurden.
Der "shorts on screen"-Jury gehörten die ausgezeichnete österreichische Filmemacherin Barbara Albert ("Nordrand"), der Vorarlberger Medienpädagoge Friedl Wolaskowitz, die Salzburger Kinoexpertin Renate Wurm und ORF-Kulturredakteur Karl Khely an.

Die Gewinner im Überblick

Burgenland
1. Preis: "Rot Rot. Silber"
von Wolfgang Bauer, Isabel Gaber, Julia Ramesmayer, Theresa Eipeldauer
Jurybegründung:
Das überzeugende Ergebnis einer gelungenen Teamarbeit - eine visuell eindrucksvolle, emotional sehr starke und gleichzeitig sehr poetische filmische Aufarbeitung von Problemen Jugendlicher.

Wien
1. Preis: "Lockvogel"
von Benjamin Swiczinsky
Jurybegründung:
Eine überraschende Einzelleistung - ein junger Mann überzeugt als Hauptdarsteller, Regisseur, Kameramann, Cutter seiner eigenen schwarzhumorigen Geschichte.

Niederösterreich
1. Preis: "Breakfast"
von Lukas Mazanek
Jurybegründung:
Virtuos gestaltete und musikalisch überzeugende "Küchensinfonie".

Oberösterreich
1. Preis: ex aequo

"Wendepunkte"
von Martin Pühringer
Jurybegründung:
Eine witzige Parabel zum Thema Jugend und Kommunikationslosigkeit -die besonders beeindruckende Arbeit eines erst 16-jährigen Filmemachers.

"Marie.17"
von Julia Elisabeth Rath
Jurybegründung:
Die Probleme einer 17-Jährigen - in einem überzeugend gestalteten und beeindruckend gespielten Film.

Salzburg
1. Preis: "Sideboard Jaunt"
von Stephan Enzinger
Jurybegründung:
Schwungvoll inszenierte Minikömödie zum Thema Nahrungsbeschaffung.

Tirol
1. Preis: "Allein"
von Julia Rakotoniaina-Waldner und Thomas Lederer
Jurybegründung:
Theatralisch inszenierte, beeindruckende Episoden zum Thema Einsamkeit.

Vorarlberg
1. Preis: "Sie:Er"
von Angelika Baumgartner und Thomas Ilg
Jurybegründung:
Interessant gestalteter, virtuos gespielter Kurzspielfilm in Videoclipform zu den Sujets sexuelle Obsession und Drogen.

Kärnten
1. Preis: "Der Traum"
von Milena Olip
Jurybegründung:
Die interessante Aufbereitung eines zeitgeschichtlichen Themas - der jüngeren Geschichte und der eigenen Familiengeschichte.

Steiermark
1. Preis: "oelfilm"
von Marei Wollersberger, Florian Puschmann, Tobias Kestel Jurybegründung:
Optisch und ästhetisch ansprechender, visuell innovativ gestalteter Artfilm über den Saft, der aus den Kürbiskernen kommt.

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