AKNÖ verlangt volle steuerliche Absetzbarkeit von Studiengebühren

Einschränkung der Absetzbarkeit auf Nahebezug zwischen Job und Studium ist Diskriminierung

Die NÖ Arbeiterkammer kritisiert die Pläne des Finanzministeriums zur steuerlichen Absetzbarkeit von Studiengebühren. Laut Plänen des Finanzministeriums sollen die Kriterien für die Absetzbarkeit der Studiengebühren sehr eng gefasst werden, nur Studenten in studiumsnahen Jobs sollen davon profitieren.

Für AKNÖ-Präsident Josef Staudinger ist diese beabsichtigte Lösung unzureichend: "Jene Studenten, die sich ihren Nebenjob nicht aussuchen können, werden diskriminiert, denn nicht jeder Studierende findet einen für sein Fach adäquaten Arbeitsplatz", so der niederösterreichische AK-Chef. Staudinger fordert daher die steuerliche Absetzbarkeit der Studiengebühr für alle berufstätigen Studenten.

Staudinger kritisiert auch die geplante Pauschalierung des betreffenden Absetzbetrages: "Damit will man offenbar eine Obergrenze einziehen und verhindern, dass die Kosten im tatsächlichen Ausmaß angerechnet werden. Wenn der pauschale Absetzbetrag unter 560 Euro liegen sollte, ist die Regelung eine Farce". Laut Berechnungen der AKNÖ-Steuerexperten betragen die jährlich durch das Studium veranlassten Kosten (u.a. Studiengebühr, Skripten, Fahrtkosten, PC und Büromaterial) eines durchschnittlichen berufstätigen Studenten etwa 1.800 Euro, was zu eine Steuergutschrift von etwa 560 Euro bringen müßte.

Bedenklich ist für AKNÖ-Präsident Staudinger, dass die Regelung erst ab 2005 gelten soll. Für den AK-Präsidenten ist hier aber das letzte Wort nicht gesprochen, da beim Verfassungsgerichtshof eine Beschwerde der AKNÖ betreffend die Absetzbarkeit für das Jahr 2000 anhängig ist. "Wenn unserer Beschwerde stattgegeben wird, gilt die Absetzbarkeit auch rückwirkend", so Staudinger abschließend.

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