FORSCHUNG UND PRESSE GEWÜRDIGT Leopold Kunschak-Preise im Hohen Haus überreicht

Wien (PK) - Im Beisein von Festredner Nationalratspräsident
Andreas Khol überreichte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel heute im Hohen Haus die diesjährigen Leopold Kunschak-Preise. Der Vorsitzende des Kuratoriums des Leopold Kunschak-Preises Werner Fasslabend konnte ein ebenso zahlreiches wie erlauchtes Publikum begrüßen, so namentlich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, Staatssekretär Alfred Finz, Altparteiobmann Alois Mock, den ehemaligen Bundesratspräsidenten Herbert Schambeck, Klubobmann Willi Molterer und Bundesratsvizepräsident Jürgen Weiss, dessen Tochter unter den Preisträgern ist. Umrahmt wurde der Festakt
durch musikalische Darbietungen des Bläserensembles der niederösterreichischen Tonkünstler unter der Leitung von Werner Hackl.

Fasslabend erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass sich dieser Tage der Todestag Kunschaks zum 50. Mal gejährt habe und zeigte sich dankbar, junge wissenschaftliche Talente fördern und wissenschaftliche Leistungen honorieren zu können. Die
Preisträger stünden heute im Mittelpunkt, weil sie Hervorragendes in den Bereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
erbracht hätten. Kunschak, der Gründer der christlichsozialen Arbeiterbewegung, sei, so Fasslabend weiter, eine der großen Persönlichkeiten, die das soziale Gefüge in diesem Staat geschaffen habe. Es sei, so Fasslabends Conclusio, unmöglich,
seine Leistungen ohne entsprechenden wissenschaftlichen
Background fortzusetzen.

Johannes Hengstschläger, der Vorsitzende der wissenschaftlichen Begutachtungskommission des Leopold Kunschak-Preises, erläuterte sodann die Entscheidungsgrundlagen der Kommission zur Verleihung eines Preises. Ausgezeichnet würden Arbeiten aus den drei
Bereichen Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Arbeitsmedizin und Publizistik, die ein hohes wissenschaftliches Niveau besäßen und geeignet seien, Grundlagen, Wesen und Wert der Demokratie aufzuzeigen und zu vermitteln. Auch heuer seien wieder zahlreiche Arbeiten eingereicht worden, aus denen 15 Preisträger ermittelt wurden, so der Redner, der die Preisträger sodann kurz vorstellte.

Ruth Ellen Bader erhielt den Preis für ihre Dissertation "Frauen
im Montanwesen der Steiermark und Tirols vom Spätmittelalter bis 1700", der ehemalige Dekan der theologischen Fakultät der Universität Budapest, Laszlo Boda, wurde für sein Buch
"Naturrecht und Moral" ausgezeichnet. Klaus Burger erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation "Verfassungsprinzip Menschenwürde", während Sabine Falch für ihre Dissertation "Heimatfern - die Südtiroler Arbeitsmigration" prämiert wurde.
Der französische Wissenschaftler Laurent Gautier erhielt den Kunschak-Preis für seine Dissertation "Zur Semantik einer Kultur
- Österreich in seinen Texten", während Julia Hennig für eine juristische Arbeit zu Patent- und Urheberrecht für preiswürdig erachtet wurde. Ebenfalls für seine Dissertation wurde Herbert Hubinger prämiert, er hatte zu Subsidiarität und föderaler Integration gearbeitet.

Zwei Habilitationen standen ebenfalls auf der Preisliste,
Bernhard Mark-Ungericht und Gerd-Peter Reissner erhielten für
ihre Arbeiten zur Globalisierung bzw. zum Betriebsübergangsrecht jeweils Kunschak-Preise. Der Theologe Helmut Santer schließlich wurde für seine Dissertation "Persönlichkeit und Gottesbild" ausgezeichnet, Katharina Weiss verdiente sich ihren Preis mit
ihrer Dissertation über die Auswirkungen des Internets auf das österreichische politische System, und Veronika Wittmann erhielt die gegenständliche Auszeichnung für eine Arbeit zu
Genderaspekten in Südafrika. Die heurigen Pressepreise gingen an Karl Danninger (Oberösterreichische Nachrichten), Reinhard Olt (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Hans Spatzenegger (ORF Salzburg).

Im Anschluss an die Festrede von Nationalratspräsident Andreas
Khol (PK Nr. 122) überreichte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel den Wissenschaftern und Publizisten die Preisurkunden. Dabei ging der Bundeskanzler auf die Leistungen der ihm persönlich bekannten Preisträger ein: Karl Danninger durchleuchte als Journalist das politische Geschehen objektiv sowie kritisch und trage damit zur Aufklärung bei, der unermüdliche Salzburger ORF-Journalist und Publizist Hans Spatzenegger sei ein Vorbild für die Jungen. Der Frankfurter Journalist Reinhard Olt habe sich als Aufklärer und Volksbildner im besten Sinne sowie als ein Freund Österreichs erwiesen. Schließlich wandte sich der Bundeskanzler an die jungen Wissenschaftler, wünschte ihnen viel Erfolg für ihre Tätigkeit und ermunterte sie zu weiteren Beiträgen und Impulsen. (Schluss)

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