IRAS: Außenministerin Ferrero-Waldner Erfinderin der "Schein"-Neutralität?

Anstelle redlicher Vermittlungsinitiativen, kniet die österreichische Außenministerin vor der einsamen Aggressionsachse der Kriegstreiber!

Wien (OTS) - Mit Anfang dieser Woche mussten drei irakische Diplomaten ultimativ Österreich verlassen. Offensichtlich waren sie Teil einer 300 Namen umfassenden Liste der USA, in welcher diese Diplomaten der geheimdienstlichen Tätigkeit bezichtigt wurden.

Während Belgien und andere souveräne Staaten die US-Forderung nach Ausweisung der Diplomaten zurückwiesen, erfolgte die devote Befehlsexekution seitens des österreichischen Außenamtes umso rascher.

Zwar wurde gegenüber der irakischen Botschaft als Grundlage für die Ausweisung eine überhöhte Anzahl an akkreditierten Diplomaten behauptet, dies entpuppt sich jedoch bereits bei oberflächlicher Betrachtung als billiges Scheinargument, da erst vor wenigen Wochen zwei der drei Diplomaten durch die österreichischen Regierungsstellen akkreditiert wurden.

Durch diesen einseitigen, unfreundlichen Handlanger-Akt im Sinne der amerikanischen Kriegstreiber bewies Ferrero-Waldner einmal mehr, daß Aussagen, wonach Österreichs Position in der Irakfrage gleich der von Schweden und Irland sei (Format Nr.11/03) unwahr sind. Denn gerade das neutrale Schweden kritisiert ausdrücklich das völkerrechtswidrige Verhalten der USA.

Österreichs Außenpolitik für die Beseitigung von Personen?

In der Zeitschrift Format (Nr. 11/03) behauptet der ehemalige Generalsekretär des Außenamtes, Dr. Albert Rohan, ferner, daß Österreich Bemühungen unterstütze, den "amerikanischen Interventionsgrund zu beseitigen, nämlich die Person Saddam Hussein".

Diese skandalöse Aussage bezüglich des Bemühens um Beseitigung eines Staatsoberhaupts eines souveränen Staates, der mit Österreich diplomatische Beziehungen unterhält, ist gepaart mit dem Wunsch von Dr. Ferrero-Waldner nach einer zweiten UN- (Kriegs-) Resolution gegen den Irak, um dadurch den Amerikanern Überflüge von Kriegsgerät über Österreich gewähren zu können, ein weiteres Indiz für die servile Pro-Kriegstreiber-Politik der Frau Außenminister.

Während die mittlerweile stark angeschlagenen Kriegsbefürworter Aznar und Blair langsam nach Ausstiegsszenarien aus ihrer desaströsen US-Hörigkeit suchen, manövriert Dr. Ferrero-Waldner Österreich auf das Europa-feindliche Parkett der Kriegstreiber.

Die Iraqi-Austrian-Society verurteilt auf das Schärfste die US-Befehlsempfänger-Politik Österreichs, die den traditionell guten Beziehungen unseres Landes in der arabischen Welt nachhaltig Schaden zufügt.

"Sollte die Frau Außenminister hingegen ihre US-Handlanger-Politik gegen den Willen der breiten Mehrheit der österreichischen Bevölkerung fortsetzen, wäre sie als Außenministerin von Costa Rica besser aufgehoben", betonte abschließend der Generalsekretär der IRAS, Mag. Robert Stelzl

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