Tumpel: "Regierung gefährdet Spezial-Medizin für Arbeitnehmer"

Unfallversicherung darf nicht zerschlagen werden

Wien (AK) - "Die Regierung gefährdet die spezielle
Unfallbehandlung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", warnt heute, Freitag, AK Präsident Herbert Tumpel. Laut Koalitionsabkommen will die Regierung die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt abschaffen - und was diese den ArbeitnehmerInnen bisher aus einer Hand bietet, soll verteilt werden auf mehre Anbieter: die Unfallverhütung auf so genannte Kompetenzzentren und die (noch) spezialisierten Unfall-Spitäler und Rehabilitationszenten auf die regionalen Krankenversicherungsträger. "Aber bei der Unfallversicherung muss zusammenbleiben, was zusammengehört", sagt Tumpel heute anlässlich des feierlichen Abschlusses der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Unfallkrankenhaus Salzburg. Hier wurde auch Hermann Maier wieder für die Piste fit gemacht.

"Was die Unfallversicherung den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus einer Hand bietet, ist ein leistungsstarkes und kostengünstiges System", sagt Tumpel: Die ExpertInnen der Unfallversicherungsanstalt sorgen in den Betrieben für Unfallverhütung - in Arbeitsstätten mit bis zu 50 Beschäftigten sogar kostenlos. Wenn ein Unfall bei der Arbeit schon nicht verhindert werden konnte, leisten die Mediziner und das Pflegepersonal in den Unfall-Spitälern Hervorragendes. Und nach der Akut-Behandlung bietet die Unfallversicherung beste Nachbetreuung in eigenen Rehasbilitationszentren. "Hier sind Unfallverhütung, Unfallbehandlung und Nachbehandlung eng miteinander verwoben. Wer dieses in sich zusammen hängende und aufeinander abgestimmte System zerschlagen will, nimmt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Chance auf bestmöglichen Schutz und Betreuung bei Arbeitsunfällen", kritisiert Tumpel.

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