ÖGB-Csörgits: GewerkschafterInnen gegen einen Irak-Krieg

Nein zu Krieg und Terrorismus, Ja zur friedlichen Konfliktlösung

Wien (ÖGB). "Hört endlich auf die Bevölkerung und gebt der friedlichen Konfliktlösung eine Chance", appelliert ÖGB-Vizepräsidentin und Vorstandsmitglied des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG), Renate Csörgits, jede noch so winzige Möglichkeit zu nützen um den Konflikt mit dem Irak auf friedlichem Weg beizulegen.++++

"Wir Gewerkschafterinnen, die den Kampf gegen Gewalt und Diskriminierung in den Mittelpunkt unserer Aktionen gestellt haben, wissen, dass ein Krieg auf jeden Fall körperliche Gewalt, Vergewaltigungen und ein Wiederaufleben von Rassismus mit sich bringen würde und dass davon zunächst die schwächsten Gruppen betroffen wären: Frauen und Kinder, vor allem Mädchen", zitiert Csörgits aus einer Entschließung die erst kürzlich bei der 8. Weltfrauenkonferenz des IBFG in Australien beschlossen worden ist.

Die zunehmenden weltweiten Proteste, vor allem auch in jenen Staaten deren Regierungen besonders vehement auf einen Krieg drängen, lassen die ÖGB-Vizepräsidentin hoffen, dass sich schlussendlich jene durchsetzen die auf Seiten des Friedens und des internationalen Rechtes stehen. Allerdings, so Csörgits, darf das kein Freibrief für das Regime in Bagdad sein, denn "unser Widerstand dient auch einer demokratischen Entwicklung in allen Regionen dieser Welt".

In der Entschließung der Weltfrauenkonferenz des IBFG heißt es weiter:
"Darum bekräftigen die an der 8. IBFG-Weltfrauenkonferenz teilnehmenden Frauen erneut, dass:
o wir nicht glauben, dass die Möglichkeiten zur Entwaffnung des Irak ohne einen Krieg erschöpft sind;
o alle betroffenen Parteien eine diplomatische Lösung über die UN und mittels der Umsetzung aller UN-Resolutionen bezüglich der Region anstreben sollten;
o wir einstimmig für die Aufrechterhaltung der Rolle und der Autorität der UN, für die Ausweitung ihres Beitrages an humanitärer Hilfe für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und für die Unterstützung demokratischer Reformen sind;
o wir die internationale Gewerkschaftsbewegung auffordern, standhaft und geschlossen an ihren Gründungsprinzipien Solidarität, Gleichstellung und Frieden festzuhalten;
o wir die Regierungen dringend auffordern, Frauen in die Friedensstiftung einzubeziehen;
o wir weiterhin darauf hinweisen werden, inwiefern sich Krieg und Rassismus hauptsächlich auf Frauen und Jugendliche auswirken;
o wir NEIN sagen zu Krieg und Terrorismus und JA zur friedlichen Beilegung von Konflikten, zum Armutsabbau, zu Gleichstellung und zu globaler Demokratie.(ff)

ÖGB, 14. März 2003
Nr. 166

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