KV Holzindustrie: In 2 Etappen 4,2 % Lohnerhöhung

Kollektivvertragsabschluss für die rund 25.000 ArbeiterInnen in der Holzindustrie bringt Reallohnerhöhung

Wien (GBH/ÖGB). "Nach harten, aber konstruktiven Verhandlungen konnte mit dem Vertragspartner Holzindustrie inklusive Säge- und Faserspanplattenindustrie in 'Rekordzeit' ein neuer Kollektivvertrag mit einer Reallohnerhöhung für die rund 25.000 ArbeiterInnen in diesen Branchen abgeschlossen werden", stellte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB Vizepräsident Johann Driemer im Namen des gesamten Verhandlungsteams der Gewerkschaft Bau-Holz fest. Damit konnte in einem wirtschaftlich und politischen Umfeld eine verantwortungsvolle Sozialpartnereinigung gefunden werden.++++

Es wurde eine Laufzeit von zweimal 12 Monaten, jeweils beginnend mit 1. Mai, vereinbart.
In beiden Etappe werden die KV-Löhne und die Lehrlingsentschädigungen um je 2,1 % erhöht. Die Ist-Löhne erhöhen sich um je 2,0 %.

Das Verhandlungsteam konnte für die Holzindustrie auch eine Parallelverschiebung vereinbaren, d.h., die bestehenden Überzahlungen bleiben aufrecht.

Auch im Rahmenkollektivvertrag wurden Änderungen vereinbart.

Ein Erfolg konnte bei den Kündigungsfristen erzielt werden: Diese werden nach 15- bzw. nach 25-jähriger Tätigkeit im Betrieb um je eine Woche erhöht.

Für diejenigen ArbeiterInnen, die in die Regelung der Abfertigung neu übertreten wollen, hat das Verhandlungsteam der Gewerkschaft Bau-Holz ein Rücktrittsrecht von einem Monat erreicht.

Die Bestimmung zum Postensuchtag bei Selbstkündigung wurde an die gesetzlichen Regelungen angeglichen; ebenso erfolgte eine Anpassung der bezahlten Arztstunden.

Bereits 2001 wurde eine Arbeitsgruppe installiert, die eine Angleichung der Kollektivverträge Holz- und Sägeindustrie erarbeitet. Es wurde eine weitere Intensivierung der Tätigkeit dieser Arbeitsgruppe vereinbart, wobei Vereinfachungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der kollektivvertraglichen Arbeitszeitflexibilisierung geprüft und auch die Vereinheitlichung der Lehrlingsentschädigung mitbehandelt werden wird.

ÖGB, 14. März 2003
Nr. 164

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel.: 01/40147-246
E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001