Fachverband der Pensionskassen Österreich: Zur aktuellen Diskussion über die betriebliche Altersvorsorge

Einseitige Lösungen für die Altersvorsorge werden in der Zukunft nicht ausreichen. Kombinierte Sicherung tut not Wien (OTS) - Klare Worte kamen heute von Dkfm. Dietmar Neyer, Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Pensionskassen über die aktuelle Diskussion.

"Wer heute meint, auf irgendeine Säule der Altersvorsorge verzichten zu können, liegt falsch und geht sowohl an den Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen, als auch an den Erfordernissen eines modernen, sozial gerechten und tragfähigen Pensionssystems vorbei. Ergänzend zum Umlagesystem, der ersten Säule, gewinnen die betriebliche Altersvorsorge, die zweite Säule, und auch individuelle Vorsorgemodelle, zu denen auch Lebensversicherungen gehören, an Bedeutung und sind förderungswürdig. Alle haben für sich betrachtet Stärken und Schwächen, und es geht darum diese Systeme intelligent zu kombinieren. Statt 'entweder - oder' ist daher das 'sowohl - als auch' angesagt. Dies gilt nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa. Dementsprechend hat das EU Parlament vor wenigen Tagen eine EU-Richtlinie zum Thema der betrieblichen Altersvorsorge beschlossen, der die österreichischen Gesetze im wesentlichen bereits jetzt entsprechen."

Ohne auf die Details der unterschiedlichen Wortmeldungen der letzten Tage eingehen und die Bedeutung der ersten Säule mindern zu wollen, betont Neyer, dass laut einer aktuellen Repräsentativ-Befragung des Fachverbandes der Österreichischen Pensionskassen mittlerweile 85 % aller österreichischen ArbeitnehmerInnen davon ausgehen, dass es zusätzlicher Vorsorge bedarf, um nach dem aktiven Berufsleben den gewohnten Lebensstandard abzusichern.

Neyer verweist auch auf die Regierungserklärung, in der es heißt:
"Wir müssen den jungen Menschen eine gerechte Chance auf eine existenzsichernde Pension geben. Mit der betrieblichen Zusatzpension, der Mitarbeitervorsorge und dem attraktiven privaten Vorsorgemodell bauen wir in Österreich gerade die zweite und dritte Säule der Alterssicherung auf."

Banken, Versicherungen, Pensionskassen - also alle Finanzdienstleister - sind aufgerufen, den Österreichern dazu ein Angebot zu machen, dass ihr Lebensstandard auch im Alter gesichert bleibt. Der richtigen Idee der ergänzenden Absicherung widerspricht längerfristig auch nicht die derzeitige Situation an den Kapitalmärkten.

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Fachverband der Pensionskassen Österreichs
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