Irak-Krise: Österreicher koordinieren weltweite Caritashilfe in Syrien

Wien (OTS) - Die österreichische Caritas entsendet zwei
Mitarbeiter der Katastrophenhilfe nach Syrien, um dort die Hilfe des weltweiten Caritasnetzwerkes zu koordinieren und gemeinsam mit anderen Partnerorganisationen die Versorgung irakischer Flüchtlinge zu unterstützen.

Die Leiterin der Katastrophenhilfe Sabine Wartha und der Nahost-Koordinator Stefan Maier werden beim Aufbau eines Versorgungsnetzes für die Menschen helfen, die nicht in den Flüchtlingslagern untergebracht sind. "Viele werden versuchen, bei Familien oder Bekannten unterzukommen, denn die Flüchtlingslager sind für sie nur mehr der letzte Ausweg. Aber auch die Syrer sind bettelarm. Sie können die vielen Menschen nicht alleine versorgen", berichtet Stefan Maier, der morgen, Samstag nach Damaskus abfliegen wird. Der Einsatz von Wartha beginnt am Mittwoch nächster Woche.

Im Ernstfall werden vor allem Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Decken benötigt. "Wir können alles lokal einkaufen und so rasch helfen, wenn es notwendig ist", berichtet Maier, der in den letzten Wochen in Syrien die Voraussetzungen für die Hilfsmaßnahmen geprüft hat.

Die Zahl der Flüchtlinge, die aus dem bevölkerungsreichen Norden nach Syrien gelangen wird, ist noch ungewiss. Man rechnet aber mit bis zu einer halben Million Menschen, denn andere Länder haben ihre Grenzen bereits geschlossen oder sind schwerer erreichbar. Bereits jetzt haben 40.000 Iraker in Syrien Zuflucht gesucht. Viele von ihnen haben ihr Land gerade in den letzten Monaten aufgrund der immer schwierigeren Lage verlassen. Für die Bedürftigsten unter ihnen hat die Caritas schon ein Hilfsprogramm gestartet.

Im Irak selbst bereitet sich die Caritas auf die Unterbringung von bis zu 45.000 Menschen vor, die innerhalb des Landes vor den Angriffen fliehen werden. Die irakische Caritas ist eine der wenigen staatlich anerkannten Hilfsorganisationen und kann daher auch im Kriegsfall mit über 300 irakischen MitarbeiterInnen weiterarbeiten.

"Wir hoffen noch immer, dass wir all die Vorbereitungen nicht benötigen werden und der Krieg nicht ausbricht. Aber wenn es tatsächlich zu einem Angriff kommt, dann sind wir vorbereitet und können helfen", erklärt Sabine Wartha, die Leiterin der Caritas-Katastrophenhilfe.

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