AKS-SchülerInnendemo: Stop GATS - Power to the pupils

Wien (SK) Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) veranstaltete heute die größte SchülerInnenkundgebung seit den Studiengebührenprotesten vor drei Jahren. 5000 SchülerInnen aus Wien, NÖ und dem Burgenland marschierten heute im Rahmen des vom Europäischen Sozialforum (ESF) festgelegten European Action Day on Education durch Wien. Im Mittelpunkt standen die drei Hauptforderungen des ESF, das letzten November in Florenz stattgefunden hat: freie Bildung für alle, Demokratisierung der Bildungssysteme und Ablehnung der Ökonomisierung der Bildung - Stop GATS. ****

Für AKS-Bundesvorsitzenden Niki Kowall stehen besonders die notwendigen Demokratisierungen im Schulsystem sowie der Kampf gegen die Privatisierung des Bildungswesens im Vordergrund. "SchülerInnen wollen sich nicht länger bevormunden lassen. Redebeiträge bezüglich der Durchbrechung des autoritären Gefüges unseres Schulsystems lösten bei den TeilnehmerInnen besondere Begeisterung aus", so Kowall am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Auch der Kampf gegen die Vermarktung der Bildung ist dem SchülerInnenvertreter ein Kernanliegen. Die GATS-Verhandlungen kommen jetzt in die heiße Endphase, ab Jänner 2005 soll das Abkommen umgesetzt werden. "Obwohl die Thematik GATS in Österreich wesentlich präsenter ist als in anderen europäischen Staaten, wird das Abkommen mittelfristig auf nationaler Ebene nicht verhindert werden können", ist Kowall überzeugt. Auf lange Sicht befürchtet der AKS-Vorsitzende "eine Diktatur der Wirtschaft über die Bildung". "Mit der heutigen Demo wollen wir ein besonders Lebenszeichen der österreichischen und europäischen Anti-GATS Netzwerke setzen, das GATS auf europäischer Ebene zu bekämpfen", so
Kowall.

Laut Kowall haben in den letzten Wochen viele AKS-Gruppen, Schulkomitees und SchülerInnenvertretungen im Rahmen der Mobilisierung zur Demo über das GATS informiert. "Es waren sehr viele GATS-Transparente zu sehen, auch die meisten Sprechchöre richteten sich gegen das GATS", berichtete Kowall.

Dass SchülerInnen zum Schwänzen auf die Demo kommen, glaubt Kowall nicht. "Alle TeilnehmerInnen haben mit Klassenbucheintragungen zu rechnen. Das Risiko auf eine Betragennote würden viele SchülerInnen zum Spaß nicht eingehen", ist der SchülerInnenvertreter überzeugt. Klar ist für Kowall, dass die Motive zur Teilnahme unterschiedlich sind:" Viele SchülerInnen wollen einfach gegen die autoritäre Ordnung in der Schule rebellieren." (Schluss) wf/mp

Rückfragen: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42

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