Sozial-Landesrat Josef Ackerl: Vorsicht vor Altersteilzeit

Erneuter schwerer schwarz-blauer Vertrauensbruch in Sachen Pensionen=

Altersteilzeitbezieher/innen, die nach Beendigung ihrer Beschäftigung nicht in die (dann abgeschaffte) Frühpension gehen können, werden auf das geplante Arbeitslosenübergangsgeld zurückgreifen müssen. Das bestätigte heute auch das Arbeitsministerium. "Damit schickt Schwarz-Blau die Betroffenen schnurstracks in die Arbeitslosigkeit, obwohl diese im Vertrauen auf das Erreichen der Frühpension in Altersteilzeit gegangen sind. Schlimmer kann das Prinzip des Vertrauensschutzes nicht durchbrochen werden. Für die Betroffenen bedeutet dies massive Einkommensverluste von rund einem Viertel. Aus diesem Grund sollten alle, die sich bereits in Altersteilzeit befinden oder noch heuer planen in diese zu gehen, genau prüfen, welche Situation ihnen nach Auslaufen ihrer Altersteilzeit blüht", warnt der oberösterreichische Sozial-Landesrat Josef Ackerl.

Wer z.B. heuer im Vertrauen auf die bisherige Regelung in Altersteilzeit gegangen ist, muss nach 6,5 Jahren (also ab Mitte 2009) das geplante Arbeitslosenübergangsgeld in Anspruch nehmen. Schließlich ist dann seine Altersteilzeit ausgelaufen und die Frühpension bereits abgeschafft. Die derzeitige Regelung für Altersteilzeit gilt voraussichtlich noch bis Ende 2003.

In seinem eigenen Rechenbeispiel zur Höhe des Arbeitslosenübergangsgeldes deutete Bartenstein gewaltige Abschläge an. Bei einem zu erwartenden Pensionsbezug von monatlich 1200 Euro sollte die/der Betroffene nur 900 Euro Arbeitslosenübergangsgeld erhalten. Damit müssten die Betroffenen für den Bezugszeitraum auf rund ein Viertel ihres erwarteten Einkommens verzichten. Offen ließ Bartenstein, ob für die Bezieher/innen des Arbeitslosenübergangsgeldes auch der 13./14.Monatsbezug entfalle. "Aber wer diese Bundesregierung kennt, muss wohl mit dem Allerschlimmsten rechnen," so Sozial-Landesrat Josef Ackerl.

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