Wien-Mitte/Kenesei: Planungspfusch setzt sich fort

Vorgangsweise von SR Schicker und Bürgermeister Häupl ist an Peinlichkeit kaum mehr überbietbar.

Wien (Grüne) - "Der vorläufige Höhepunkt des Planungstheaters rund um Wien Mitte scheint erreicht", fasst Kenesei die aktuelle Situation zusammen. "Nachdem die Stadt seit zwölf Jahren am Projekt Wien Mitte herumdoktert, heißt es nun plötzlich zurück zum Start", so Kenesei.

Bereits im Jahr 1991 wurde ein Gutachterverfahren durchgeführt. Darauffolgend zeichnete sich die Stadtplanung jahrelang durch Formalfehler, fehlende Gutachten oder zum Beispiel Änderungen des Flächenwidmungsplanes mittels Kugelschreiber kurz vor Beschlussfassung im Planungsausschuss aus. Die BürgerInnnen wurden entweder zu spät, oder gar nicht über das Vorhaben informiert. Über die Ortsverträglichkeit der geplanten dichten Baublöcke wurde nicht mehr diskutiert, deshalb haben Bürgerinitiativen und die Grünen das vorliegende Projekt immer abgelehnt und bessere Qualität für einen Bau an dieser sensiblen Stelle der Stadt gefordert.

"Durch diese unprofessionelle Vorgangsweise der Wiener Stadtplanung, darf man sich nicht wundern, wenn die Bauten über die Dauer von der Planung zur Realisierung immer größer und klobiger werden, oder Investoren sich nicht mehr nach Wien trauen", so Kenesei und schlägt zudem vor: "Planungsstadtrat Schicker sollte sich die Reisen zu Immobilenmessen lieber sparen und in Wien für Stadtplanungsqualität sorgen, die den Leistungen der ArchitektInnen gerecht wird."

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