Park&Ride Klosterneuburg: Grüne gratulieren LH Pröll zum "271. Spatenstich"

Fasan: "Diesmal glüht der Spaten in Klosterneuburg - für eine Park&Ride - Anlage als Vorprojekt zur Umfahrung

St.Pölten (OTS) - "Wir gratulieren Erwin Pröll zum 271. Spatenstich in diesem Wahlkampf - und warten weiter auf sinnvolle Verkehrspolitik der Landesregierung." so der zynische Kommentar des Verkehrssprechers der Grünen NÖ, LAbg. Martin Fasan, zum heutigen Spatenstich für die Park&Ride-Anlage in Klosterneuburg.

"Der heutige Spatenstich für die Erweiterung des Park- und Ride-Parkplatzes beim Kierlinger Bahnhof in Klosterneuburg ist Verkehrspolitik im Stile Erwin Prölls - oberflächlich und ohne Nachhaltigkeit. In Wahrheit geht es nicht um die heute begonnene Parkplatzerweiterung. Sie dient nur als Vorwand für die Errichtung eines zweifelhaften Straßenprojektes, das ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne die Prüfung der vorliegenden sinnvolleren und schonenderen Varianten durchgeboxt werden soll."

Zwar gebe es auch Vorteile durch das vorliegende Umfahrungsprojekt - bahnschrankenfreie Anbindung des Industriegebietes an die B14, Verminderung des Autoverkehrsaufkommens am Stadtplatz - dennoch würden überwiegen für Fasan die Nachteile der vorgeschlagenen Variante bei weitem:

  • der Verkehr am Stadtplatz wird nicht so weit reduziert, dass man eine Fußgängerzone machen könnte
  • Durch die Umfahrung wird die Gesamtzahl der Stellplätze des Park-und Ride Parkplatzes beim Kierlinger Bahnhof reduziert!! Für die Errichtung der Umfahrung muss nämlich ein 2. Parkplatz in unmittelbarer Nähe so stark verkleinert werden, dass die Gesamtzahl der Parkflächen sinkt!
  • Es kommt zu neu entstehender Verkehrsbelastung von Wohngebieten
  • Das Natura 2000 - Gebiet Klosterneuburger Au nimmt Schaden durch Lärm und Abgase
  • Die Absurdität schlechthin: die Landesregierung stellt sich selbst einen Bescheid aus, dass sie keine Umweltverträglichkeitsprüfung machen muss! Die Auswirkungen des zu erwartenden Verkehrs scheinen keine Rolle zu spielen, obwohl mehrere Naturschutzgebiete beeinträchtigt werden und die Umweltanwaltschaft gibt - wie immer in solchen Fällen untertänigst grünes Licht.
  • Dass die Landesregierung schon im August 2001 vom Verkehrsministerium beauftragt wurde, eine UVP durchzuführen, wird beharrlich ignoriert - seit der "Bundesstrassenverländerung" darf das Land eben machen was es will
  • Auch das eigene NÖ Raumordnungsprogramm Wien - Umland wird ignoriert. Dort wird der Auwald schon jetzt als gefährdeter Landschaftsteil beschrieben. Ob er durch die Straße besser wird?
  • Eine von Prof. Knoflacher vorgeschlagene Alternativvariante wurde nicht einmal untersucht

"Der nächste Spatenstich kommt bestimmt - auf vernünftige, nachhaltige Verkehrspolitik der Landesregierung werden die NiederösterreicherInnen dagegen wohl noch länger warten müssen." schließt Fasan.

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