Preise und Angebot am Wiener Büromarkt reagieren auf gegenwärtige Konjunktursituation

Wien (OTS) - Neueste Studien der Investkredit Bank AG ("Büromarkt Wien 2003") sowie der RegionalConsulting ("Analyse stadtstruktureller Entwicklungsprobleme der Wiener City und Cityrandgebiete") analysieren die Perspektiven des Wiener Büromarktes in den nächsten Jahren. Die spezifischen Problemlagen der City bzw. des City-Randgebietes stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Analyse der Investkredit macht dabei deutlich, dass von der allgemeinen Konjunkturentwicklung derzeit keine positiven Impulse für den Wiener Büromarkt ausgehen. Anzeichen für eine Erholung der Marktlage waren im Frühjahr 2002 zu erkennen, haben sich jedoch als nicht dauerhaft erwiesen. Erste Aufwärtstendenzen, denen allerdings noch jede Kraft fehlt, sind erkennbar.

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten in Wien hat vor diesem Hintergrund im Jahr 2002 um 1,8% abgenommen, wobei sich bürogestützte Bereiche noch vergleichsweise günstig entwickelten.

Der Büromarkt reagiert mittlerweile spürbar auf die gegenwärtige Konjunkturlage. Vor allem in Randlagen, wo eine stärkere Ausdifferenzierung des Angebots nach Qualitäten sichtbar wird, sinken mittlerweile die Preise. Für gute Qualitäten in attraktiven Lagen sind allerdings weiterhin durchaus stabile Mieten zu erzielen. Insgesamt sollen in den Jahren 2003 bis 2005 etwa 1,1 Mio. m2 Büroflächen fertiggestellt werden, das sind um mehr als 200.000 m2 weniger als noch im Vorjahr geplant. Eine Reihe von Büroprojekten wurde entweder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder der Baubeginn vom Abschluss von Vormietverträgen abhängig gemacht.

Die Standorte der künftigen Projekte (fast 80% der Gesamtproduktion) befinden sich vorwiegend in den Regionen II (Bezirke 2 bis 9 und 20) und III (Bezirke 10 bis 12 und 23). Bevorzugt werden - wie in den letzten Jahren - Lagen entlang der U1 nach Kagran und der U3 nach Simmering. Allerdings sollte die Flächenentwicklung in der Lassallestrasse vorläufig einmal abgeschlossen sein. Im Gegensatz dazu werden die Bautätigkeiten am Erdberger Mais noch einige Jahre dauern.

In den innerstädtischen Bezirken soll die künftige Produktion mehr als 500.000 m2 betragen. Neue Vorhaben zwischen Praterstern und Handelskai sind erste Vorboten der Verlängerung der U2 in den 2. Bezirk. Eine ähnliche Entwicklung war vor etwa zehn Jahren beim Bau der Linie U3 im Bereich der Mariahilfer Strasse zu beobachten. Die Fertigstellung dieser Büroprojekte ist aber nicht vor dem Jahr 2005 geplant.

Im Süden von Wien soll das Angebot um ca. 330.000 m2 erweitert werden, in der City und ihren attraktiven Randlagen sind rund 140.000 m2 neue Büroflächen geplant.

Auf mittlere Frist lassen disaggregierte Prognosen nach dem Einbruch der Beschäftigung 2002 eine leichte Erholung erwarten, innerhalb der einzelnen Branchen wird die Dynamik jedoch stark unterschiedlich sein. Unternehmensbezogene Dienste und der Gesundheits- und Sozialbereich werden auch weiterhin die Wachstumsmotoren bilden. Insgesamt wird die Bürobeschäftigung dank dieser Struktureffekte bis 2005 um mehr als 13.000 Personen (+0,9% p.a.) zunehmen. Die Dynamik bürogestützter Arbeitsplätze geht damit spürbar über jene der Wiener Gesamtbeschäftigung hinaus.

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