SCHÜSSEL: DJINDJIC WAR EIN HOFFNUNGSTRÄGER FÜR DIE GESAMTE REGION Bundesrat gedenkt des ermordeten serbischen Ministerpräsidenten

Wien (PK) - Die gestrige Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic überschattete heute Vormittag die Regierungserklärung von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel
im Bundesrat. Der Regierungschef zeigte sich tief erschüttert
über den Tod des serbischen Politikers. "Zoran Djindjic war ein Hoffnungsträger für die gesamte Region, er hat eine europäische Strategie gelebt und verkörpert", sagte Schüssel und würdigte die historischen Verdienste Djindjics: Erstens den Sturz Slobodan Milosevics im Herbst 2000, ein "demokratischer Coup", in dessen Verlauf sich Militär und Geheimdienst weigerten, drei
Todesbefehle gegen Djindjic auszuführen. Die zweite historische
Tat von Djindjic sei es gewesen, Slobodan Milosevic am 28. Juni
2001 gegen heftigen Druck im Inland nach Den Haag auszuliefern.
Für die Zukunft werde es wichtig sein, die wenigen Hoffnungen in Serbien zu stützen und zu stärken, um zu verhindern, dass die Attentäter nachträglich Erfolg haben, betonte Bundeskanzler Schüssel. (Schluss)

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