1. Kunststofftag beschäftigt sich mit Trends und Schwerpunkten des Zukunftswerkstoffs

Schenz: Kunststoffbranche mit hoher Innovationskraft und hervorragenden Produkten

Wien (PWK143) - Zum ersten Mal fanden sich heute, Donnerstag, an
die 250 Vertreter der heimischen Kunststoffwirtschaft zum ersten österreichischen Kunststofftag in der Wirtschaftskammer Österreich ein. Das besondere: Der österreichische Kunststoffhersteller-Verband, der Fachverband der chemischen Industrie sowie die Bundesinnung der Kunststoffverarbeiter ziehen bei dieser Veranstaltung als Organisatoren an einem Strang. Zur Zukunft der Kunststoffe, der Ausbildungs- und Forschungssituation in Österreich sowie zu ökologischen Aspekten wie der Wiederverwertung von Kunststoffprodukten wurden von den Veranstaltern hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland eingeladen, darunter etwa Peter Orth vom deutschen Verband der kunststofferzeugenden Industrie oder Klaus Lederer von der Montanuniversität Leoben.

In seiner Begrüßung hob WKO-Vizepräsident Richard Schenz die Bedeutung von Kunststoffprodukten in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten 50 Jahre hervor. So sei der pro-Kopf-Vebrauch an verarbeiteten Kunststoffen in Österreich 1950 bei 30 dag gelegen, inzwischen betrage dieser Wert 180 Kilo. Diese Steigerung habe ihre Ursache darin, dass Kunststoffprodukte in fast jedem Wirtschaftsbereich eine immer wichtigere Rolle spielen, wie etwa in der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Kommunikationstechnologie oder in der Medizin. "Kunststoff ist inzwischen Bestandteil fast aller Zukunftstechnologien. Wie das 20. Jahrhundert wird auch das 21. Jahrhundert durch den Kunststoff geprägt werden", so Schenz.

Insbesondere in Österreich habe sich die Kunststoffbranche durch eine hohe Innovationskraft ausgezeichnet. "Unser Land hat eine hervorragende Kunststoffrohstoffindustrie, in Österreich werden Hochleistungsbauteile für die Automobil-, Flugzeug- und Weltraumindustrie gefertigt. Österreich hat eine starke Position auf dem Kunststoffverpackungssektor und ist in vielen Bereichen der Bauzulieferung Technologieführer. Unser Land gehört auch zu den weltweit größten Kunststoffmaschinenherstellern und wir können stolz auf unsere Kunststoffwirtschaft sein", unterstrich der WKO-Vizepräsident.

Grundsätzlich werde der Stellenwert der Kunststoffwirtschaft in Österreich aber noch oft unterschätzt. So sind in der Kunststofferzeugung und -verarbeitung über 1000 Betriebe tätig, die mehr als 25.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der Umsatz dieses Kernbereiches beläuft sich auf 4,3 Mrd. Euro - das sind rund fünf Prozent der Sachgütererzeugung. Rund 750 Mio. Umsatz erwirtschaftet darüber hinaus die Kunststoff-Maschinenindustrie, 350 Mio. die Skiindustrie, mehr als 100 Mio. kommen aus der Additivproduktion. Darüber hinaus werden große Volumina an Kunststoffrohprodukten auch von anderen Sparten verarbeitet, wie etwa Kabel in der Elektronikindustrie oder Verpackungen in der Lebensmittelindustrie, die aber in keiner Statistik aufscheinen. (us)

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