RK-Wochenendtipp: Über Italo-Western und Wiener Filmkultur

Wien (OTS) - Die ästhetischen Verbindungen zwischen den Italo-Western der 60er Jahre und dem Wiener Filmschaffen dieser Jahre ist Thema eines Vortrages am Sonntag Vormittag im Votiv Kino. Hans Scheugl, Filmemacher und cineastischer Theoretiker, wird hierbei seine originelle These der Verbindung dieser beiden Genres näher belegen. Derzeit verrät Scheugl nur so viel: "Gewalt wurde in er Kunst der 60er Jahre als Hebel verwendet, bestehende Strukturen aufzubrechen. Die ästhetische Provokation des Wiener Underground diente zugleich der Sichtbarmachung der institutionellen Gewalt. Im Italo-Western betrafen Reflexion und Affirmation der Gewalt vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs gleichermaßen den Kampf um oder gegen materielle und geistige Besitzstände." Zum selben Thema legt Scheugl demnächst auch ein im Triton-Verlag in Bälde erscheinendes Buch "Erweitertes Kino. Die Wiener Filme der 60er Jahre" vor.

Der Vortrag, der innerhalb der Mediengespräch-Reihe "Sinn und Sinnlichkeit" stattfindet und vom Institut Pitanga ausgerichtet wird, zerfällt in zwei Teile: um 11.00 Uhr gibt es den Vortrag, um 12.00 Uhr werden "assoziative Materialien zum Thema", sprich: ausgesuchte Filmbeispiele präsentiert. Auch der bekannte Italo-Western "Leichen pflastern seinen Weg" u.a. mit Klaus Kinski wird gezeigt.

Weitere Vorträge im Sommersemester finden am 18.5. ("Robert Musil kommt aus dem Kino") und am 22. Juni ("Kino spüren - Strategien der emotionalen Filmgestaltung") statt.
Ort sämtlicher cineastischer Gedankenflüge ist das Votiv Kino.

o Termin: Sonntag, 16. März 03
Beginn: 11.00 Uhr
Eintritt: EUR 6,50
Ort: Votiv Kino (9., Währingerstraße 12; Tel: 317 35 71) http://www.votivkino.at/
(Schluss) hch

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Institut Pitanga
Dr. Franz Grafl
Tel.: 586 89 63

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