SP-Haider: Interessensgemeinschaft zum Schutz gewinnbringender Unternehmen!

Voest-Ausverkauf gefährdet Milliardeninvestition und 800 neue Arbeitsplätze=

Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider hält die Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie bei den oberösterreichischen ÖIAG-Paradebetrieben für unbedingt erforderlich. "Wenn es keinen oberösterreichischen Kernaktionär gibt, dann ist etwa das größte Investitionsprojekt in der Voest-Geschichte mit einem Investitionsvolumen von zwei Milliarden Euro gefährdet und damit auch zusätzliche 800 Arbeitsplätze bis 2010", zeigt der SPÖ-Landeschef auf. Das müsse gemeinsam verhindert werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wird Erich Haider am Montag in der Sitzung der Landesregierung die Gründung einer Interessensgemeinschaft zum Schutz gewinnbringender Unternehmen vorschlagen. "Ich lade alle Landtagsparteien zur Mitarbeit ein. Auch Belegschaftsvertreter, Banken oder andere kapitalkräftige Unternehmen sollen in dieser Interessengemeinschaft vertreten sein!"

Derzeit hält die Raika 8 Prozent der Aktien, die Oberbank 7 Prozent und die Belegschaft 5 Prozent. "Wenn also das Land 5 Prozent erwirbt, dann kann die Sperrminorität gesichert werden", stellt der SPÖ-Chef fest. "Es geht mir dabei um eine rein strategische Beteiligung, die Politik soll sich nicht einmischen!"

Oberösterreich müsse alles daransetzen, dass Weltkompetenz, wie etwa im Bereich der Metallurgie nicht verscherbelt werde. "Die Austria Tabak ist ein abschreckendes Beispiel für einen wirtschaftspolitisch verantwortungslosen Ausverkauf. So kommen von den 844 Millionen Euro Betriebsergebnis des Gallaher-Konzerns im Jahr 2002 allein 211 Millionen Euro, also ein Viertel aus Österreich. Die Austria Tabak wurde um 700 Millionen Euro verkauft, nach dreieinhalb Jahren zeigt sich bereits der schwere Verlust für unser Land: Österreich muss jährlich auf 2,5 Milliarden Schilling Gewinn verzichten. Das darf kein zweites Mal passieren!", warnt der SPÖ-Chef. "Eine Fortsetzung dieser konzeptlosen Verschleuderungspolitik wäre eine Bedrohung für zehntausende Arbeitnehmer und ihre Familien", zeigt Erich Haider auf.

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