Stenzel: Djindjic-Attentat ist dramatischer Rückschlag für Balkan- Stabilisierung

Balkan-Politik der EU steht vor großer Herausforderung

Straßburg, 12. März 2003 (ÖVP-PK) "Das tödliche Attentat auf den serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ist ein großer Schock und auch ein dramatischer Rückschlag für die Stabilisierung des gesamten Balkan", sagte heute die ÖVP-Europasprecherin und Delegationsleiterin im Europaparlament Ursula Stenzel in einer ersten Reaktion. "Es ist noch zu früh, um genaue Aussagen über die näheren Umstände und die Hintermänner des Attentats zu treffen. Zoran Djindjic, der sich zweifellos große Verdienste um die Demokratisierung und Modernisierung Serbiens erworben hat, konnte sich aber nicht über Mangel an Feinden beklagen", so Stenzel weiter. ****

Unter Djindjic wurde Milosevic nach Den Haag ausgeliefert, mit Seselj habe sich auch einer der fanatischsten serbischen Nationalisten freiwillig dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal gestellt. "Wer immer letztlich hinter diesem Anschlag stand, hat das Land zurückgeworfen und einen beunruhigenden Beitrag zur Destabilisierung der gesamten Region geleistet. Das stellt auch die EU in ihrer gesamten Balkan-Politik vor eine große Herausforderung", betonte Stenzel, die sich auch beunruhigt über die Tatsache zeigte, dass dieses Attentat ausgerechnet zu einem Zeitpunkt der schweren internationalen Irak-Krise komme.

"Das verschärft die Lage umso mehr. Man kann nur hoffen, dass die rudimentären demokratischen Strukturen Serbiens, die zuletzt von einer Pattsituation zwischen dem serbischen Präsidenten Kostunica und dem heute ermordeten Djindjic belastet waren, diesen Anschlag überleben", sagte Stenzel abschließend.

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