Attentat auf serbischen Premierminister Djindjic: Ferrero-Waldner zutiefst schockiert

"Djindjic repräsentierte das nach Europa orientierte Gesicht Serbiens"

Wien (OTS) - In einer Reaktion auf das tödliche Attentat auf den serbischen Premierminister Zoran Djindjic zeigte sich Außenministerin Ferrero-Waldner "zutiefst schockiert" und verurteilte den Anschlag auf den serbischen Premierminister auf das Schärfste.
"Ich bin über diese abscheuliche Tat tief erschüttert, umso mehr, als ich Premierminister Djindjic persönlich gut kannte und geschätzt habe. Ich drücke seiner Frau und Familie mein tief empfundenes Mitgefühl aus".
Weiters gab Ferrero-Waldner ihrer Hoffnung Ausdruck, dass "die demokratischen Kräfte in Serbien so stark gefestigt sind, dass extreme Kräfte keinen Nutzen aus diesem Anschlag ziehen werden können. Österreich unterstütze die Demokratie in Serbien und Montenegro nachdrücklich. Djindjic sei "einer der Väter der serbischen Demokratie gewesen, der sich unermüdlich, trotz mannigfacher Schwierigkeiten, für dieses Ideal eingesetzt hat. Er repräsentierte das neue, nach Europa orientierte Gesicht Serbiens." "Auch hinsichtlich der Beziehungen zu Österreich war Djindjic stets ein Freund und verlässlicher Partner und besuchte unser Land oftmals. Während seiner Besuche in Österreich, aber auch in Belgrad war er stets ein gern aufgesuchter und immer aufgeschlossener Gesprächspartner" fügte Ferrero-Waldner hinzu.
Zum jetzigen Zeitpunkt sei "nicht klar, ob dieser Anschlag auf das organisierte Verbrechen oder politische Gegner zurückzuführen ist". Dennoch könne "schon jetzt davon ausgegangen werden, dass die Attentäter und ihre Hintermänner möglicherweise auch eine Schwächung des demokratischen und rechtsstaatlichen Systems verfolgen."
"Dieses Attentat zeigt die enormen Schwierigkeiten auf, mit denen die demokratische Regierung Serbiens zu kämpfen hat. Die internationale Gemeinschaft muss sich nunmehr vorbehaltlos auf die Seite der demokratisch orientierten Kräfte stellen, um eine Destabilisierung des Landes und der ganzen Region zu verhindern", schloss Ferrero-Waldner.

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