Programm zur Ergebnissicherung im Personenverkehr der DB AG

Berlin (OTS) - Die wirtschaftliche Lage geht auch an der Deutschen Bahn nicht spurlos vorüber. Der Vorstand wird deshalb mit neuen Maßnahmen zur Kostensenkung in die Offensive gehen. Außerdem im Programm: neue Angebote an die Bahnkunden

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Der Vorstand des Personenverkehrs, Dr. Christoph Franz, hat heute dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn einen Maßnahmenkatalog zur Ergebnissicherung 2003 für den Personenverkehr vorstellt. Denn auch die Optimisten rechnen vorerst nicht mit einer Erholung der konjunkturellen Lage in Deutschland:
Dr. Christoph Franz, Vorstand Personenverkehr, (0:37 sec.)
Wir haben einen Nachfragerückgang im Personenverkehr zu beobachten. Seit Mitte letzten Jahres schon. Und wir haben festgestellt, dass wir diesen Nachfragerückgang auch Anfang diesen Jahres noch haben, zwar leicht gedämpft, aber nach wie vor Nachfragerückgang. Obwohl wir das im Umsatz nicht so deutlich spüren. Wir liegen im Umsatz auf Vorjahresniveau. Also von einem dramatischen Umsatzeinbruch kann keine Rede sein im Personenverkehr. Wir spüren aber deutlich, dass wir im Bereich der Fahrgelderlöse, insbesondere im Personenfernverkehr hier unter dem Gegenwind der Konjunktur zu leiden haben.

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Doch nicht allein die Konjunktur macht der Deutschen Bahn zu schaffen. Auch andere Einflüsse zwingen das Unternehmen zum Handeln. Dr. Christoph Franz, Vorstand Personenverkehr (0:39 sec.)
Wir beobachten, dass die Billigflieger am deutschen Himmel uns natürlich auch Kunden von der Bahn wegnehmen. Aber wir haben natürlich auch Themen, wo wir hier bei der Bahn besser werden müssen. Wir hatten eine schlechte Betriebsqualität Anfang des Jahres. Das waren zwar nicht alles Themen der Bahn weshalb. Aber zum Schluss, unsere Kunden haben das gemerkt, da müssen wir nach vorne kommen. Außerdem wissen wir alle, dass das Image der Bahn derzeit nicht das beste ist. Und das ist dann natürlich auch nicht gerade ein Grund umzusteigen. Und auch unsere Angebotsmaßnahmen, auch die Akzeptanz des neuen Preissystems in der Bevölkerung ist noch nicht da, wo wir sie hinbringen müssen.

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Dem Entgegenzuwirken ist die Aufgabe des neuen Programms. Dazu gehören unter anderem: zeitlich begrenzte Aktionspreise auf bestimmten Strecken in der zweiten Jahreshälfte. Oder Kooperationsangebote mit Partnern aus der Reise- und Tourismusbranche. Gleichzeitig soll auch noch einmal ordentlich für die Angebote auf der Neubaustrecke Köln-Rhein/Main geworben werden, um dem Imageverlust der letzten Wochen durch die schlechte Betriebslage entgegenzuwirken.
Dr. Christoph Franz, Vorstand Personenverkehr (0:31 sec.)
Wir müssen hier noch mal kommunikativ rangehen. Wir müssen hier noch mal eine Verkaufsoffensive starten. Wir müssen auch die Chance nutzen, unser Bordservice-Konzept an unsere Kunden ranzubringen. Wir müssen auch die Betriebslage zunächst einmal stabilisieren. Wir haben Pünktlichkeitsprobleme zu Anfang des Jahres gehabt. Wir sind hier Gott sei dank einen großen Schritt schon weitergekommen. Aber das ist ein permanentes dran arbeiten. Und wir werden auf der anderen Seite auch aufwandsseitig gegen arbeiten müssen, wenn wir hinter den Planzahlen zurückliegen.

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Auf der Kostenseite soll vor allem das Platzangebot auf einigen schwach ausgelasteten Verbindungen kurzfristig der aktuellen Nachfrage angepasst werden. So werden beispielsweise Doppelzüge, die auf der Neubaustrecke Köln-Rhein/Main fahren, in Zukunft außerhalb der Spitzenzeiten als Einzelzüge eingesetzt.

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ors Originaltext: Dt. Bahn AG

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