Vecsey: Kein Verständnis für Lehrer-Drohungen gegen Schülerentlastung

Schülerunion fordert AHS-Lehrer zu konstruktiver Mitarbeit auf

Wien, 12. März 2003 (ÖVP-PD) Kein Verständnis für die angedrohten Boykottmaßnahmen der AHS-Lehrergewerkschaft gegen die Entlastung der Schülerinnen und Schüler hat der Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, Marc Vecsey. "Aufgabe der Schule ist es, Schüler gut auszubilden und nicht Lehrern ein ruhiges Berufsleben zu garantieren", erklärt der Schülervertreter. Außerdem sei heute den Medien zu entnehmen gewesen, dass es aufgrund der gleitend eingeführten Entlastung zu keinen Kündigungen kommen werde.

Wie Studien und internationale Vergleiche zeigen, und wie die Lehrer, die den Unterricht abhalten sicher wissen, müssen die Österreichischen Schülerinnen und Schüler besonders viele Stunden in der Schule sitzen. "Da wir weder dümmer als unsere Kollegen im Ausland sind noch der Unterricht schlechter ist, spricht Vieles für eine Entlastung der Schülerinnen und Schüler", so Vecsey.

Wichtig sei allerdings, nicht nur die Zahl der Stunden herabzusetzen, sondern auch auf Lehrinhalte, die nicht mehr zeitgemäß seien, zu verzichten. "Sonst besteht die Gefahr, dass die Belastung von der Schule in die Lernzeit zuhause verschoben wird, und das kann nicht Sinn der Sache sein", erklärte Vecsey. Im Übrigen fordere die Schülerunion begleitend wichtige Verbesserungen im Unterricht. So sei verpflichtende Lehrerfortbildung, fachlich wie auch pädagogisch "essentiell" für eine Qualitätsverbesserung am Unterricht.

Der Bundesobmann der Schülerunion fordert die AHS-Lehrergewerkschafter auf, ihre Boykottdrohungen noch einmal zu überdenken. Es gebe bereits viele Lehrerinnen und Lehrer, die durch gute, zukunftsorientierte Unterrichtsmethoden die Voraussetzungen für die Entlastung der Schülerinnen und Schüler schaffen. "Mit dem Boykott der Schulautonomie in den Schulgemeinschaftsausschüssen oder mit Streikmaßnahmen ist niemandem gedient. Die Lehrervertreter sollten sich jetzt wie viele ihrer Kollegen konstruktiv einbringen und durch modernen Unterricht dafür sorgen, dass die Schüler entlastet werden und die Bildungsqualität trotzdem weiter angehoben wird", schloss Vecsey.

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