Rudolf Berger: "Halte Lohner in Wien"

Wien (OTS) - Der scheidende "Josefstadt"-Direktor Helmuth Lohner, dessen zürnender Abschied aus Wien zuletzt medial verbreitet wurde, bleibt der Stadt erhalten. Das bestätigt der designierte Direktor der Wiener Volksoper, Rudolf Berger, in einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe.

Lohner wird die zweite Premiere der im September 2003 beginnenden Ära Berger - die erste im Operetten-Genre - inszenieren. Franz von Suppés "Boccaccio" wird in der Originalfassung mit einem Mezzosopran in der Titelrolle gespielt. Chefdirigent Marc Piollet hat die musikalische Leitung, der neue Ballettdirektor Giorgio Madia übernimmt die Choreographie. Die Titelrolle singt Antigone Papulka, ab Herbst im Ensemble der Wiener Staatsoper.

Für Berger, der eine kontinuierliche Zusammenarbeit als "leicht möglich" bezeichnet, ist Lohner ein idealer Operettenregisseur: "Er ist ganz nah am Text, er denkt sich etwas dabei, aber er führt das Publikum dorthin und lässt es nicht allein damit. Er ist ein Theatermann, der die Stücke kennt und von dem endlich einmal ich etwas lernen kann."

Die Saison beginnt mit Flotows "Martha" und wird zwei Opern- und zwei Operettenpremieren umfassen. Im Jänner wird das Staatsopernballett in der Volksoper ein Stück aus dem klassischen Repertoire herausbringen.

Im NEWS-Gespräch kündigt Berger außerdem die Rückkehr des Baritons Bo Skovhus für drei Vorstellungen der "Lustigen Witwe" und konkrete Verhandlungen mit Angela Denoke für eine der nächsten Saisonen an.

Von der Ära Mentha wird laut NEWS nicht viel übrig bleiben: "Der Vogelhändler" und "Gräfin Mariza" verschwinden ebenso aus dem Spielplan wie Mascagnis "Si" und die Zarzuela "Die Generalin".

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