Bartenstein traf Chef der Chemiewaffenkontrollbehörde

OPCW-Generaldirektor General Botschafter Rogelio Pfirter zu Besuch im Wirtschaftsministerium

Wien (BMWA/OTS) - Der neuen Leiter des Technischen Sekretariats
der Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), Director General Botschafter Rogelio Pfirter war heute im Rahmen seiner Antrittsbesuche in Wien auch zu Gast bei Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein. Die OPCW mit Sitz in Den Haag (Niederlande) wurde zur weltweiten Umsetzung der Chemiewaffenkonvention eingerichtet, wobei ihre Organe das Technische Sekretariat (TS), der Exekutivrat und die jährlich einzuberufende Staatenkonferenz sind. Die Chemiewaffenkonvention ist mit 150 Mitgliedsstaaten eines der wichtigsten internationalen Abrüstungs-Übereinkommen und hat das Ziel, weltweit alle Chemiewaffen und Anlagen zu deren Herstellung zu vernichten. Darüber hinaus sind Produktion, Handel und Einsatz bestimmter Chemikalien einem internationalen Meldesystem mit Inspektionen vor Ort zu unterwerfen. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich ferner, noch in seinem Eigentum oder unter seiner Hoheitsgewalt befindliche chemische Waffen zu vernichten. Die Konvention trat am 29. April 1997 in Kraft. Innerhalb von zehn Jahren sollen die noch vorhandenen chemischen Waffen und Anlagen zu ihrer Herstellung zerstört werden. ****

Rogelio Pfirter wurde am 24. August 1948 in Argentinien geboren, trat 1972 in den diplomatischen Dienst seines Heimatlandes ein und befasste sich dabei in verschiedenen Organisationen mit Nuklear- und Sicherheitsfragen. , der ihn bereits 1975 an die Ständige Vertretung Argentiniens bei den Vereinten Nationen führte. 1980 wurde er Kabinettchef im Staatssekretariat des Außenamtes in Buenos Aires und betreute danach die argentinischen Interessen an der brasilianischen Botschaft in London. Von 1984-1991 war Pfirter wieder bei der argentinischen Vertretung bei den VN tätig und wurde danach Direktor für Nuklear- und Sicherheitsfragen. Nach der Abwahl von José M. Bustani als Generaldirektor des TS/OPCW im Juli 2002 übernahm Botschafter Pfirter diese Position.

In Österreich fungiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemäß Konvention als Nationale Behörde (NB) für alle Belange der Umsetzung der CWK und ist daher für deren Implementierung verantwortlich. Österreich hat am 13. Jänner 1993 die CWK unterzeichnet und am 17. August 1995 ratifiziert. Da das Land keinerlei Chemiewaffen besessen hat oder besitzt, erfordert die Umsetzung der Konvention lediglich eine zusätzliche Erfassung nationaler Daten zur Produktion und zum Warentransfer bestimmter Chemikalien. Aufgrund der guten Kooperation der Nationalen Behörde sowohl mit den inspektionspflichtigen österreichischen Unternehmen als auch mit dem Technischen Sekretariat der OPCW verläuft die Umsetzung der CWK in Österreich problemlos.

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