Kuntzl fordert Maßnahmen zur Reduktion der Nachhilfestunden

Familien entlasten, Chancengleichheit fördern

Wien (SK) Akuten Handlungsbedarf sieht SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl angesichts einer neuen Studie, wonach bereits jeder vierte bis fünfte Schüler in Österreich Nachhilfeunterricht braucht, und zwar sowohl Haupt- als auch AHS-Schüler. "In Österreich werden jährlich 116,3 Millionen Euro für Nachhilfestunden ausgegeben. Dies bedeutet eine finanzielle Belastung, die den Familien nicht zumutbar ist und die Kinder finanziell schwächerer Eltern benachteiligt", so Kuntzl Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, die darum umgehend bildungs- und sozialpolitische Maßnahmen zur Entlastung der Familien fordert. ****

Es könne nicht angehen, so die SPÖ-Familiensprecherin, dass ein erfolgreicher Bildungsabschluss von der Finanzkraft der Eltern abhängig sein soll, denn erwiesenermaßen würden Nachhilfestunden die Familien sehr teuer zu stehen kommen. Zur Vermeidung dieser Kosten fordert Kuntzl eine Entlastung des Familienbudgets durch kostenlose Förderkurse, eine Reduktion der Klassenschülerhöchstzahl und den Ausbau des Angebots an Ganztagsschulen bzw. die verstärkte Einführung qualitätsvoller Nachmittagsbetreuung in den Schulen. Dass es einen Zusammenhang zwischen ganztägig geführten Schulformen und guten schulischen Leistungen gibt, belege im übrigen Finnland mit seinem großartigen Abschneiden bei der PISA-Studie.

Schulische Nachmittagsbetreuung, dazu gehöre neben Lernbetreuung auch eine gute Freizeitbetreuung, helfe aber nicht nur, die Nachhilfestunden zu reduzieren und damit den Familien sparen, sondern verbessere zugleich auch die Chancen der Frauen auf dem Arbeitsmarkt, so die SPÖ-Familiensprecherin abschließend. (Schluss) cs

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