SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser (SPÖ) fordert: Upgrading statt Arbeitslos und kritisiert Gehrers Etikettenschwindel

Wien (SK) "Wenn die Bundesregierung ihr Sparprogramm durchzieht, dann werden im Herbst die Junglehrer ohne Arbeitsstelle sein." Das ist für den SPÖ Bildungssprecher Erwin Niederwieser "keine Annahme sondern fix". Verantwortlich dafür sind in erster Linie die Minister Gehrer und Grasser ("das schreckliche Bildungsduo") aber auch die gesamte Regierung und alle Regierungsabgeordneten, die sich auf dieses Programm vereidigen ließen, so Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dabei betonte Niederwieser, dass die SPÖ über sinnvolle Entlastungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler durchaus gesprächsbereit sei. "Aber das ist sehr differenziert zu sehen, geht nicht binnen zwei Monaten und funktioniert am besten durch eine Ausweitung der Zeit an der Schule in Form von Ganztagsschulen und nicht durch Kürzungen. Das hat die PISA Studien ganz klar bewiesen!" so Niederwieser.

"Was ich aber wirklich ärgerlich finde ist der klägliche Versuch, Einsparungen als Wohltaten für die Schüler zu verkaufen und die Schulgemeinschafts-Ausschüsse mit der undankbaren Aufgabe zu betrauen, Lehrerinnen und Lehrer vor die Tür zu stellen! Das ist eine Perversion des Begriffes Verantwortung, die einer Bildungsministerin nicht würdig ist", kritisierte der Bildungssprecher. Er verweist auch auf erhebliche organisatorische Probleme, die zu einem "Chaos wie bei der Ambulanzgebühr" führen werden: "Anfang Mai stehen die Stellenausschreibungen in der Wiener Zeitung und anschließend werden die Stunden gekürzt. Da werden sich Leute für Stellen bewerben, die es im Herbst gar nicht mehr gibt."

Die Übertragung der Kürzungen in die Autonomie der Schulen gefährdet laut Niederwieser auch einen "sehr guten Prozess der Schulentwicklung und Profilbildung an vielen österreichischen Schulen, weil ausführliche Diskussionsprozesse über einen schuladäquaten Lehrplan wieder über den Haufen geworfen werden wenn im wahrsten Sinn des Wortes um die berufliche Existenz gerungen wird!" (Schluss) up/mp

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