Zukunft jetzt: Wiens Weg für mehr Jobs

Wien (OTS) - Zukunft jetzt: Wiens Weg für mehr Jobs - das umfasst Investitionen von zwei Milliarden Euro, Förderprogramme für den Arbeitsmarkt durch den Wiener Arbeitnehmer/innen Förderungsfonds WAFF mit 50 Millionen Euro Umfang, eine gute Wirtschaftspolitik und die Ansiedlung neuer Betriebe und damit neue Jobs, spezielle Maßnahmen für junge Menschen, sowohl bei Qualifikation und neuen Lehrstellen durch Lehrausbildungsverbünde und vieles mehr. Über die Aktivitäten der Stadt für Beschäftigung und Wirtschaft informiert die Stadt-Wien-Zeitschrift wien.at in der aktuellen März-Ausgabe. Die Publikation, die derzeit an alle Wiener Haushalte versendet wird, enthält eine achtseitige Beilage zum Thema "Zukunft jetzt". Mehr dazu gibt’s auch im Internet unter
http://www.wien.at/ma53/homepage/wien-at.html . Übrigens: Die
Bundeshauptstadt bietet 25 % aller österreichischen Arbeitsplätze an; auf einem Fünftel davon arbeiten Nicht-Wiener/innen.****

Wien: Erfolgreichster Wirtschaftsstandort Österreichs

"Mit 6.500 Firmenneugründungen allein im Vorjahr ist Wien unbestritten der erfolgreichste Wirtschaftsstandort unseres Landes" , unterstreicht Vizebürgermeister Sepp Rieder dazu. "Trotzdem investiert die Stadtregierung heuer eine Rekordsumme von mehr als zwei Millionen Euro und verdoppelt die Wirtschaftsförderung, um die Wirtschaft auch weiterhin anzukurbeln." Wien zählt aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes und der guten Wirtschaftslage zu einem der Top-Wirtschaftsstandorte in Europa. Probleme auf dem Arbeitsmarkt schafft allerdings der Strukturwandel von der Sachgüterproduktion weg und hin zu hochwertigen Dienstleistungen; durch entsprechende Maßnahmen konnte die Arbeitslosigkeit in Wien jedoch gebremst werden.

Für die bevor stehende Erweiterung der EU ist Wien ebenfalls in einer guten Ausgangsposition. Mit einem Budgetüberschuss von 340 Millionen Euro liegt die Stadt deutlich über den im Vertrag von Maastricht geforderten Werten und hat auch die geringste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer. Und Wien unterstützt vor allem Zukunftsbranchen, etwa Creative Industries oder Unternehmen der Biotechnologie.

Die neuen Dienstleistungsunternehmen in Wachstumsbranchen wie Telekommunikation, Informationstechnologie oder Gesundheit & Pflege bringen neue Jobs, sie stellen aber auch neue Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitnehmer/innen.

Im Bereich Pflege erwartet man bis 2007 rund 7.000 neue Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen. Deshalb gibt die Stadt für Ausbildungskurse für Mitarbeiter/innen des Dachverbands Wiener Pflege- und Sozialdienste 3,5 Millionen Euro für Ausbildungskurse aus.

Qualifikation gefragt - Zuschuss für Betriebe im Lehrausbildungsverbund

Wien sorgt auch für die jungen Menschen vor: "Es ist wichtig, jedem lehrstellensuchenden Jugendlichen die entsprechende Ausbildung mit Abschluss und damit eine Perspektive zu geben", betont Vizebürgermeisterin Grete Laska. Im vergangenen Jahr hat Wien zwei Maßnahmenpakete um etwa 6 Millionen Euro für rund 6.000 Jugendliche realisiert - mit Aus- und Weiterbildungskursen zur besseren Qualifikation oder Lehrgängen zur Berufsvorbereitung und -orientierung.

Heuer sollen z.B. im Rahmen von Lehrausbildungsverbünden rund 400 neue Lehrstellen geschaffen werden. In solchen Verbünden arbeitet ein Betrieb, der Lehrlinge ausbildet, mit anderen Partnern zusammen. Beispiel: Ein Versicherungsunternehmen bildet einen Versicherungskaufmann aus, für bestimmte Tätigkeitsbereiche wird der Lehrling mittels Ausbildungsverbund für einige Wochen jährlich bei einem großen Versicherungskonzern geschult.

Davon und von der entsprechenden Förderung können vor allem Kleinbetriebe profitieren - beispielsweise Unternehmen, die bisher wegen ihrer Organisationsstruktur bzw. fehlenden weiteren Möglichkeiten nicht in der Lage waren, Lehrlinge einzustellen.

Der WAFF fördert dabei den Betrieb, der den Lehrvertrag abgeschlossen hat: Pro Lehrling und Jahr gibt es einen Kostenzuschuss von 50 Prozent/maximal 1000 Euro. Für Betriebe, die überhaupt erstmals Lehrlinge ausbilden, gibt es 70 Prozent/maximal 1.200 Euro Zuschuss.

Mehr Infos: Beim WAFF, Wien 2, Nordbahnstraße 36, Telefon 217 48, Info-Hotline 212 30 40, Internet: http://www.waff.at/

Die Stadt Wien selbst ist ein großer Ausbildungsbetrieb:
Jährlich haben rund 1.000 Lehrlinge die Möglichkeit, einen von 44 angebotenen Berufen zu erlernen - von Maler/in und Anstreicher/in über Gärtner/in bis zum/zur Vermessungstechniker/in. Können die jungen Menschen nach dem Lehrabschluss nicht in den Dienst der Stadt Wien übernommen werden, so haben sie aufgrund der hohen Qualifikation auch in der Privatwirtschaft gute Chancen. Heuer wurden wegen der besonders schwierigen Arbeitsmarktsituation übrigens mit 288 Lehrlingen 49 mehr als im Vorjahr aufgenommen.

Weitere Möglichkeiten für neue berufliche Chancen

Zahlreiche Organisationen und Servicestellen bieten Beratung und Hilfe für Ausbildung oder neue berufliche Chancen. Zum Beispiel:

WAFF-Projekt Arbeitsstiftungen: Wenn man den Job wegen des Konkurses der Firma oder wegen Personalbbaus verliert, hilft die offene Arbeitsstiftung - mit Möglichkeiten zur Weiterbildung oder Selbständigkeit.

WAFF-Projekt Cluster Support Programm: Das Programm für alle, die sich in einer Wachstumsbranche um einen neuen Job bewerben und sich dafür noch qualifizieren müssen. Während der Ausbildung erhält man Schulungsarbeitslosengeld und unter bestimmten Umständen ein monatliches Stipendium vom Unternehmen; das reguläre Dienstverhältnis mit dem neuen Arbeitgeber beginnt dann nach der Qualifizierung.

WAFF-Weiterbildungsinfo: Unter der Telefonnummer 333 5000 erhält man Infos über alle Kurse und Ausbildner - die Datenbank umfasst immerhin 16.000 Angebote.

Weiterbildungskonto: Wird die gewünschte Ausbildung bei einem vom WAFF anerkannten Bildungsträger absolviert, können Kurse/Seminare/Prüfungsgebühren vom Weiterbildungskonto finanziert werden.

Pflegeberufe: Wer beim Arbeitsmarktservice AMS arbeitslos gemeldet ist und einen Beruf im Pflegebereich (Heimhelfer/in, Ausbildung 12 Wochen, bzw. Pflegehelfer/in, Ausbildung ein Jahr) ergreifen will, für den übernehmen die Stadt Wien (via WAFF) sowie das AMS und der künftige Arbeitgeber die Ausbildungskosten (Aktion ist auf 60 Personen beschränkt).

FRECH: Das Frauenberatungsprogramm des WAFF - für Frauen, die sich beruflich verändern möchten. Gemeinsam mit den Berater/innen wird geklärt, für welchen Beruf frau sich am besten eignet und ein persönliches Aus- und Weiterbildungsprogramm erarbeitet. Finanzielle Förderung ist möglich. Infoline: 212 30 40

flexwork: für Menschen, die im Raum Wien wohnen, schon länger einen neuen Arbeitsplatz suchen und sofort anfangen können. Flexwork ist die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung des WAFF. Und findet umgekehrt auch Mitarbeiter/innen für Unternehmen: Tel. 789 12 202, http://www.flexwork.at/

Matadora - Berufsvorbereitungskurs für junge Frauen zwischen 15 und 19 Jahren, in technisch-handwerklichen Berufen (Elektrik, Metallbearbeitung,...), Projektzentrum Lernstatt,
Triesterstraße 114, 1100 Wien, Tel. 665 93 06.

Amandas Matz: Berufs- und Bildungsberatung für Mädchen und junge Frauen, 1020 Wien, Nordbahnstraße 36/Stg.1 / 3. Stock, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr: 10 bis 16 Uhr, Mittwoch: 14 bis 16 Uhr, Infoline: 212 30 40, Infos über die WAFF-Homepage.

Radita: Hilfe bei Ausbildungs- und Jobsuche für 15-19jährige Mädchen mit positivem Hauptschulabschluss aus Zuwandererfamilien. Projektzentrum Lernstatt,
Triesterstraße 114, 1100 Wien, Tel. 665 09 19.

Sprungbrett: bietet Mädchen aus der 7 bis 9. Schulstufe die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in so genannten "Männerberufen" zu überprüfen. Tel. 789 45 45. http://www.sprungbrett.or.at/

Arbeitsmarktservice AMS für Jugendliche: Vermittelt Jobs und Lehrstellen. Wien 7, Neubaugasse 43, Mo-Do 8-15.30 Uhr, Fr 8-13 Uhr, Tel. 878 71. AMS im Internet: http://www.ams.or.at/ und
http://www.ams.or.at/wien/sfa/jugend/index.htm

Jobchance: Vermittelt Sozialhilfeempfänger/innen an Firmen und betreut sie auch bei der Jobsuche. Tel. 218 57 00., Infos auch über die WAFF-Homepage.

VHS Meidling: Bietet Berufslehrgänge für arbeitslose Jugendliche. Zehn Monate dauert die Ausbildung, positiver Schulabschluss ist Voraussetzung. Mögliche Berufe: EDV-Techniker/in, Bürokauffrau/mann, Damenkleidermacher/in. Wien 12, Längenfeldgasse 13-15, Tel. 810 80 67, http://meidling.vhs.at/
(Schluss) hrs

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http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
ruz@m53.magwien.gv.at

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