Wehsely: "Entwurf für Novelle des Prostitutionsgesetzes kommt bis Sommer!"

Wien (SPW-K) - "Der Entwurf für die Novelle des Prostitutionsgesetzes wird bis zum Sommer fertig sein", reagierte heute SPÖ-Gemeinderätin Mag. Sonja Wehsely auf Aussagen der Grünen Gemeinderätin Monika Vana zum Prostitutionsgesetz. "Die Forderungen der Grünen sind nicht neu: Das Land Wien hat lediglich die Kompetenz, festzulegen, wo und wann Prostitution ausgeübt werden darf. Weiters bestimmt Wien die Verwaltungsstrafen und regelt die gesundheitlichen Angebote für Prostituierte." ****

Jener Teil der geplanten Reform, der Strafen für Freier vorgesehen hätte, müsse aber überdacht werden, so Wehsely weiter. "So hat der Bund mit der Einführung von §207 Abs.3 im Strafgesetzbuch bereits Strafen für Freier vorgesehen, die Kontakt zu minderjährigen Prostituierten haben. Damit wird der für die Stadt wichtigste Punkt in diesem Bereich bereits vom Bund abgedeckt - und zwar strafgerichtlich, was in jedem Fall schwerer als eine verwaltungsgerichtlichen Sanktion wiegt." Weiters gebe es sowohl in der internationalen Debatte - Beispiel Schweden - alsauch in Österreich Bedenken gegen eine Bestrafung von Freiern. "Es besteht die Gefahr, dass Prostituierte von der Straße und damit noch mehr ins gesellschaftliche Abseits gedrängt werden."

Wenn sich FP-Gemeinderat Josef Wagner Sorgen über die Ausweitung der illegalen Prostitution in Wien mache, sei er gut beraten, bei seinem Koalitionspartner Innenminister Strasser gegen die Streichung der Überstunden bei der Exekutive zu protestieren. Zudem habe gerade die Sicherheitsdirektion auf die Problematik der Freierbestrafung hingewiesen. "Wir fordern jedenfalls vom Bund eine Anerkennung von Prostitution als Gewerbe und die Abschaffung der Sittenwidrigkeit!" schloss Wehsely. (Schluss)

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