LAD Brandtner mit positiver Bilanz

Landesverwaltung hat sich zum bürgerorientierten Dienstleistungsbetrieb entwickelt

Bregenz (VLK) - Nach elf Jahren als Chefbeamter im Vorarlberger Landhaus tritt Landesamtsdirektor Werner Brandtner zu Ende März in den Ruhestand. Gemeinsam mit Landeshauptmann Herbert Sausgruber zog er heute, Dienstag, im Pressefoyer Bilanz. "Diese Bilanz fällt positiv aus. Unsere Landesverwaltung hat sich in den letzten Jahren von einer traditionellen Hoheitsverwaltung mehr und mehr zu einem modernen, bürgerorientierten Dienstleistungsbetrieb entwickelt", sagte Sausgruber.
Prägende Elemente dieses Wandels sind vor allem die Wahrnehmung des Bürgers als Kunde der Verwaltung, der Einzug betriebswirtschaftlicher Denkweisen und Instrumente in die öffentliche Verwaltung und die Nutzung neuester elektronischer Kommunikationstechnik. Besonders erfreulich für Sausgruber: Von 1993 bis 2001 ist es gelungen, die durchschnittliche Dauer von Betriebsanlageverfahren von 161 auf 84 Tage zu senken.

Wichtige Maßnahmen, die in der Funktionsperiode von LAD Brandtner (1992 – 2003) umgesetzt wurden, sind weiters die Einrichtung von Bürgerinformationsstellen in den Bezirkshauptmannschaften und im Landhaus, die Einführung eines neuen, leistungsorientierten Gehaltssystems sowie organisatorische Umgestaltungen: Im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt wurde die Europa-Abteilung eingerichtet, die Wohnbauförderung wurde aus der Finanzabteilung gelöst, als Drehscheibe für die Verwaltungsreform wurde die Amtsstelle für Verwaltungsentwicklung geschaffen, das Landesmuseum und das Kunsthaus Bregenz wurden mit dem Landestheater in die Kunsthäuserbetriebsgesellschaft mbH ausgelagert, die KFZ-Prüfhalle Lauterach wurde privatisiert und die Landesspitäler wurden ausgegliedert.

Ein weiteres Anliegen, für das sich LAD Brandtner über die Jahre mit Nachdruck engagiert hat, ist die Erhaltung der Bundesstaatlichkeit. Diesbezüglich zeigte er sich bei seinem Abschied beunruhigt. Unter dem Druck zentralistisch organisierter Parteiapparate, aber auch der Interessenvertreter und Medien in Ostösterreich habe ein stetiger "Schwund an bundesstaatlichem Gehalt" eingesetzt.
(gw/tm/dig)

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