Rübig: GATS bringt Chancen für die Zukunft

Märkte dürfen nicht unter die Käseglocke gestellt werden

Straßburg/Wien, 11. März 2003 (ÖVP-PK) "Bei den Neuverhandlungen des GATS-Abkommens im Rahmen der WTO müssen wir auch von den Chancen sprechen, die wir nützen sollten: Von geöffneten Märkten, von der Wohlstandsmehrung, von der Konkurrenzfähigkeit und auch von daraus resultierenden Lohnerhöhungen", forderte heute, der Präsident des Europäischen Wirtschaftsbundes, ÖVP-Europaabgeordneter Dr. Paul Rübig, vor dem Plenum des Europäischen Parlaments. Im Rahmen einer Aussprache über den Stand der GATS-Verhandlungen warnte Rübig davor, Märkte unter eine Käseglocke stellen zu wollen: "Wenn wir Märkte ersticken, führt das zu Konkursen und Arbeitslosigkeit." ****

Zwei Drittel der Arbeitsplätze in Europa würden mit Dienstleistungen gesichert, ein sehr dynamisch wachsender Bereich, rund 75 Prozent der neugeschaffenen Arbeitsplätze würden von KMU zur Verfügung gestellt. Größere Märkte führten zu mehr Chancen im Verkauf und dadurch zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. "Wenn wir selbst zusätzlich noch günstig einkaufen können, werden wir in Europa wettbewerbsfähiger. Und das entspricht dem Ziel der Kommission, bis 2010 weltweit eine Spitzenstellung zu erreichen. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch im Interesse Österreichs fordere ich daher eine WTO-GATS-Runde", betonte Rübig.

Der Europaparlamentarier erinnerte jedoch auch daran, dass viele dafür notwendige Weichenstellungen und Reformen nach wie vor auf nationaler Ebene gefällt werden müssten. "Wenn ich mit der Bahn sieben Stunden reine Fahrtzeit von Wels nach Strassburg brauche und dabei auch noch eine Verspätung in Kauf nehmen muss, ist das zu viel. Wenn die Post über eine Woche für einen Brief von Brüssel nach Österreich braucht, ist das zu lange. Wenn an unseren Universitäten Studenten auf dem Boden sitzen müssen und manche Professoren nicht das notwendige aktuelle Wissen zur Verfügung stellen können, dann ruft das alles nach parteipolitischen Entscheidungen, die von den Wählern in unseren Ländern getroffen werden müssen", so Rübig.

Abschließend rief Rübig erneut dazu auf, die Bemühungen um die Schaffung einer parlamentarischen WTO-Versammlung zu forcieren. "Auch das ist ein wesentlicher Zukunftsaspekt. Eine solche parlamentarische Versammlung hätte enorme Sprengkraft, um in Zukunft mehr Transparenz und Gerechtigkeit zu erreichen", betonte Rübig abschließend.

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