LH Pröll: Niederösterreich ist das Bioland Nr. 1 in Österreich

Vorreiter in Sachen biologische Produktion und Nachhaltigkeit

St. Pölten (NLK) - Niederösterreich hat bei den Bioflächen das größte Wachstum aller Bundesländer vorzuweisen. Von den rund 28.000 Hektar Umstellungsflächen im Zeitraum 2001/ 2002 in Österreich entfielen auf Niederösterreich allein 24.000 Hektar. Zudem befindet sich in Niederösterreich mit rund 86.000 Hektar mehr als ein Viertel der gesamten österreichischen Biofläche "Niederösterreich hat damit auch bei der Herstellung biologischer Produkte eine Vorreiterrolle übernommen und somit eine gute Grundlage in Richtung Nachhaltigkeit geschaffen", betonte dazu Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Monika Langthaler. Die ehemalige Grünpolitikerin, die seit drei Jahren ein Unternehmen besitzt, hat eine Studie über den Bio-Landbau in Niederösterreich und auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern durchgeführt. Dabei zeigt sich, dass in Ländern wie Tschechien, Ungarn und der Slowakei die biologisch bewirtschafteten Ackerflächen in den letzten Jahren stark zugenommen haben. So werden in Tschechien beispielsweise bereits über 235.000 Hektar biologisch bewirtschaftet, eine ähnlich große Fläche wie in Österreich. Während jedoch in Österreich diese Fläche von rund 20.000 Biobauern bewirtschaftet werden, sind es in Tschechien nur rund 730. Was laut Langthaler in diesen Ländern jedoch fehlt, ist das Verteilungssystem.

Niederösterreich setze weiter auf spezifische, natürliche und biologische Produktion und nicht auf Massenproduktion, so der Landeshauptmann. "Die bäuerliche Produktion denkt und arbeitet dabei in Generationen und geht weiterhin in Richtung Nachhaltigkeit." Zuversichtlich stimme ihm dabei, dass die Nachfrage nach biologischen und natürlichen Produkten sehr groß ist. Zudem wurde im Dezember des Vorjahres eine Initiative gestartet, das Waldviertel zu einer der größten gentechnikfreien Regionen Europas zu machen. Diese Initiative will unter der Dachmarke "Waldviertel - Lebensviertel" nicht nur eine gentechnikfreie Region Waldviertel schaffen, sondern den teilnehmenden Bauern zusätzlich Gelegenheit geben, ihre hochwertig produzierten Lebensmittel gewinnbringend zu vermarkten. "Mit erfolgreichen Einzelbeispielen wollen wir diese Initiative auf breitester Ebene kommunizieren", so Pröll. Dabei gebe es auch eine enge Zusammenarbeit mit den Handelsketten.

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