Swoboda: Zypern-Gespräche haben noch eine Chance

Option für einen Kompromiss weiter aufrecht - Bevölkerung im Nordteil muss auf jeden Fall unterstützt werden

Wien (SK) Trotz des vorläufigen Scheiterns der Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns geht Hannes Swoboda, SPÖ-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, nicht von einem endgültigen Ende der Verhandlungen aus. "Die Tür für einen Kompromiss steht nach wie vor offen. Die derzeitige Situation ist zwar bedauerlich, bedeutet aber nicht, dass eine Einigung zwischen beiden Bevölkerungsgruppen völlig aussichtslos wäre. Und der Beitritts-Vertrag ist ohnehin so gestaltet, dass noch jederzeit ein Kompromiss unter Einbeziehung des türkischen Nordteils möglich ist. Was wir jetzt brauchen, ist eine geduldige Fortführung der Verhandlungen und keine Schuldzuweisung an eine der beiden Seiten", so Swoboda am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Sollte tatsächlich am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Insel voll in die EU integriert werden, so erwartet sich Swoboda, dass der Druck auf den türkischen Volksgruppenführer Rauf Denktas stark steigen wird, "weil dann die Nachteile für die Bevölkerung Nordzyperns deutlich zum Vorschein kommen. Das wird die Diskussion sicher maßgeblich beeinflussen". Die türkische Bevölkerung müsse aber in jedem Fall seitens der EU volle Unterstützung erfahren. (Schluss) ml/mp

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