KfV begrüßt Initiative "Sicherer Schwerverkehr" des ÖAMTC

KfV unterstützt den ÖAMTC bei seinem Forderungspaket um Gefahrenquellen im Lkw-Verkehr zu entschärfen.

Wien (OTS) - In Österreich gibt es jährlich 2.000 Lkw-Unfälle mit 3.000 Verletzten und 130 Toten. Der Anteil der Lkw-Unfälle am Gesamt-Unfallgeschehen beträgt zirka 5 Prozent, aber etwa 15 Prozent aller Verkehrstoten verunglücken bei Lkw-Unfällen.

Der ÖAMTC startet die Initiative "Sicherer Schwerverkehr", die vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) begrüßt wird. Durch die Umsetzung eines Bündels an Maßnahmen sollte es möglich sein, die Sicherheit, Akzeptanz und Umweltverträglichkeit des Lkw-Verkehrs zu erhöhen.

Befragung der Bevölkerung
Eine aktuelle Befragung des ÖAMTC ergab, dass knapp 60 Prozent, Lkw rein subjektiv als Risiko auf der Straße empfinden. Jeder fünfte Befragte spricht aus Erfahrung, weil er selbst schon einmal in eine gefährliche Situation mit einem Lkw verwickelt war. Dass Lkw heute eine größere Gefahr sind als früher, glauben 59 Prozent der Befragten.

"Vor allem wegen der Unfallschwere bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung ist es seit Jahren ein Anliegen des KfV, dass in diesem Bereich verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um Österreichs Straßen sicherer zu machen", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Maßnahmen
Die ÖAMTC-Initiative hat ihren Fokus vor allem auf den Güterverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen höchst zulässigem Gesamtgewicht gerichtet und umfasst insgesamt fünf Forderungen:

-) Handlungsfeld Fahrzeug: Gut und sicher ausgerüstete Lkw-Flotten -) Handlungsfeld Mensch: Lenker besser ausbilden und rechtlich absichern
-) Handlungsfeld Infrastruktur: Straßenseitige und gesetzliche Maßnahmen, wie z.B. die Verlagerung des überregionalen Verkehrs auf das hochrangige Straßennetz oder Konflikt vermeidende Verkehrsregeln -) Rahmenbedingungen gestalten: Effizienz von Güterverkehr steigern -) Handlungsfeld Exekutive: Verstärkte Kontrolltätigkeit

Notruf Team 44
Das KfV weist darauf hin, dass es auch wichtig ist Lkw-Fahrer nach einem schweren Unfall nicht alleine zu lassen und ihm eine psychologische Betreuung anzubieten, wie das bei anderen Verkehrsträgern schon üblich ist.

Das Notruf Team 44 stellt eine telefonische Unfallhilfe für Berufskraftfahrer bereit und bietet psychologische und rechtlich-soziale Unterstützung an. Ein engagiertes Team aus Psychologen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und Experten für Rechts- und Sozialberatung von den Kammern für Arbeiter und Angestellte (AK) und der Gewerkschaft für Handel Transport und Verkehr (HTV) stehen Hilfesuchenden mit Einfühlungsvermögen und Rat und Tat zur Seite. Das Notruf-Team 44 kann unter der Notrufnummer 0664/44 0 44 44 erreicht.

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Tel.: (01) 717 70 - 225
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