Hochschulkooperation der Länder Mittel- und Osteuropas um 5 Jahre verlängert

CEEPUS II-Vertrag legt Schwerpunkt auf "Joint European Programs"

Wien (OTS) Am Wochenende wurde in Zagreb der CEEPUS II - Vertrag unterzeichnet, mit dem die erfolgreiche Zusammenarbeit von neun mittel- und osteuropäischen Ländern im Bereich der Universitätskooperationen bis 2009 um weitere 5 Studienjahre verlängert wird. Teilnehmerländer sind neben Österreich Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Wichtigstes neues Element bei der interuniversitären Zusammenarbeit der nächsten Jahre ist die im CEEPUS II-Vertrag festgelegte Priorität auf sogenannte "Joint European Programs". Studierende absolvieren ihr Studium an zwei oder mehr Universitäten und erhalten dafür Abschlüsse beider Universitäten oder einen gemeinsamen Abschluss.****

"Die EU-Erweiterung steht vor der Tür, unsere Nachbarländer werden in naher Zukunft Mitglieder der Europäischen Union sein. Basis für eine positive Entwicklung sind beste Bildung, Wissenschaft und Forschung. Internationale Netzwerke schaffen hier beste Voraussetzungen", betont Bildungsministerin Elisabeth Gehrer die Bedeutung des nun verlängerten Hochschulkooperations-Programms. Österreich hat immer schon, bereits vor dem Start internationaler Programme, gute Kooperationen mit den Hochschulen der Nachbarländer gepflegt. Mit dem Start von CEEPUS (Central European Exchange Program for University Studies) im Jahr 1993 wurde neben der Mobilität von Studierenden und Lehrenden vor allem die Entwicklung von gemeinsamen Lehrplänen gefördert. Seit Beginn des Programms haben mehr als 8.000 Studierende und 4.000 Hochschullehrer teilgenommen. Gegenwärtig bestehen insgesamt 44 Netzwerke mit 367 teilnehmenden Universitäten aus Mittel- und Osteuropa.

Gehrer begrüßt vor allem den neuen Schwerpunkt auf Diplomstudien, in deren Rahmen man gleichzeitig zwei Studienabschlüsse erwerben kann: "Zusätzlich zu den sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen ermöglichen Doppeldiplom-Studien auch den Erwerb formaler Qualifikationen, die in beiden Staaten den Zugang zum Beschäftigungsmarkt erschließen. Angesichts der bevorstehenden EU-Erweiterung und der damit sukzessive kommenden Niederlassungsfreiheit werden Doppeldiplomstudien wesentlich zur Steigerung der Arbeitsplatzchancen der Absolventinnen und Absolventen im EU-Arbeitsmarkt, insbesondere in den neuen Mitgliedsländern, beitragen."

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nnn

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